ERS-IT-News Februar 2003
- Checkliste: Sind Sie fit für den Datenzugriff
der Finanzverwaltung?
- IDEA für GDPdU
- Erfahrungen mit der elektronischen Betriebsprüfung
bei der Firma Knauber
- Microsoft: Gefährliche Lücke in Windows
- SAP präsentiert neue Enterprise Services Architecture
- IBM Studie: Auf Basel II sind viele Banken nicht
ausreichend vorbereitet
- Microsoft kündigt zweite Betaversion von Exchange
Server 2003 "Titanium" an
- Lücke in Windows-Domänen-Controllern
- Erweiterte Informationspflicht für Online-Shops
- Hinweise zu IT-gestützten Prüfungstechniken
- Deutsche Telekom: UMTS-Mobilfunk startet im dritten
Quartal
- Angreifbare IBM-Datenbank
1) Checkliste: Sind Sie fit für den Datenzugriff
der Finanzverwaltung?
Zusammengestellt von Ahrens & Behrent Agentur für Kommunikation
GmbH unter fachlicher Mitwirkung von Bernhard Lindgens vom Bundesamt
für Finanzen.
Herr Lindgens verantwortet die praktische Umsetzung des Datenzugriffsrechts
der Finanzverwaltung, die Entwicklung des Beschreibungsstandards
für die Datenträgerüberlassung sowie den Fragen-
und Antwortenkatalog des Bundesfinanzministeriums im Internet. Beim
Datenzugriff der Finanzverwaltung sind die GDPdU und GoBS für
alle buchführungspflichtigen Unternehmer, Freiberufler und
Selbständige von Bedeutung, die im Rahmen ihrer unternehmerischen
Tätigkeit Hard- und Software-Systeme einsetzen. In den meisten
Unternehmen werden dabei digitale und nicht-digitale Dokumente erstellt
und verarbeitet.
(Quelle: http://www.elektronische-steuerpruefung.de/checklist/gdpdu_fit.pdf)
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2) IDEA für GDPdU
Seit September 2002 ist "IDEA für GDPdU" erhältlich.
Mit der Import-Komponente (SmartX), die erstmals in dem Paket enthalten
ist, verfügen Sie über die gleichen Analyse-Werkzeuge,
wie demnächst auch die Außenprüfer der Finanzverwaltung.
Seit November 2002 steht SmartX 1.1 zur Verfügung. Neben zahlreichen
Detailverbesserungen unterstützt SmartX 1.1 jetzt Datenlieferungen
auf mehreren Datenträgern (z.B. mehrere CD-ROMs) und die dynamische
Erzeugung von INDEX.XML-Dateien während der Ausführung
eines Befehls in der Command-Section. Dies ist bei verschlüsselten
oder gepackten Datenträgern wichtig. SmartX zeigt jetzt nach
Abschluß des Imports einen Bericht an und ermöglicht
den Aufruf der Analyse-Komponente, wenn SmartX
alleine gestartet wurde.
(Quelle: http://audiconbi.audicon.net/gdpdu/audicon.htm)
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3) Erfahrungen mit der elektronischen Betriebsprüfung
bei der Firma Knauber
18. November 2002
Wenn an der elektronischen Betriebsprüfung schon kein
Weg vorbeiführt, dann springen wir lieber schnell ins kalte
Wasser." Mit dieser Einstellung ging die Firma Knauber an die
unlängst anstehende Betriebsprüfung heran. Knauber erwarb
kurzfristig die von der Finanzverwaltung eingesetzte Prüfsoftware
IDEA und stellte sie dem Prüfer auf einem leistungsstarken
PC zur Verfügung. Darüber hinaus war Knauber bei der Datenbereitstellung
sehr kooperativ und entdeckte, wie viel ungeahnter Zusatznutzen
eine Software wie IDEA im Unternehmen entfalten kann.
Die Betriebsprüfung über die Jahre 1998 - 2000 stand bei
der Carl Knauber Holding GmbH & Co. KG (www.knauber.de)
an. Das im Großraum Bonn/Köln tätige Handelsunternehmen
(Freizeitmärkte, Heizungstechnik, Mineralöl, Gas) mit
350 Mill. Euro Umsatz (in 2001) hatte dem Betriebsprüfer jede
Menge Daten zu bieten: 10.000 Kreditoren, 50.000 Debitoren, 500
Sachkonten, 350 Kostenstellen, 3 Mill. Buchungssätze bei 4
Mandanten. Der Prüfer kam, packte sein Notebook (512 KB Arbeitsspeicher,
2 GB Festplatte) aus und ... würde wohl heute noch prüfen,
denn sein Computer ging bei dieser Datenmenge schnell in die Knie.
Kurzentschlossen stellte ihm Hasan Cürük, der Leiter Organisation
und Datenverarbeitung bei Knauber einen nagelneuen PC hin: 4 GB
Arbeitsspeicher, 200 GB Festplatte. Und er packte IDEA </pruefsw/a_pruefsw.htm>
auf den Rechner, die Software, mit der zukünftig alle 14.000
Außenprüfer der Finanzverwaltung prüfen werden.
Durch die Installation von IDEA ließ sich auch eine unternehmensspezifische
Altlast" beseitigen. Ein Teil der prüfungsrelevanten
Daten befand sich auf einem bereits 1999 ausgemusterten, weil nicht
jahr-2000-fähigen Wang-System. Das wurde immer nur noch dann
wieder hochgefahren, wenn ein Betriebsprüfer kam. Doch dieses
Mal war partout nichts zu machen, der Rechner ließ sich nicht
starten. An die Buchführungsdaten war so direkt nicht mehr
heranzukommen. Glücklicherweise gab es noch die alten Drucklisten,
auch in elektronischer Form. Und aus diesen ließen sich mit
Hilfe von IDEA die Buchführungsdaten wieder zum Leben erwecken.
Und nicht nur das. Musste früher am Wang-System ein Mitarbeiter
4 Wochen lang für den Prüfer abgestellt werden, so war
dies mit IDEA nun nicht mehr nötig. Und es taten sich weitere
Möglichkeiten auf, eine Prüfung für das Unternehmen
kostengünstiger zu gestalten. IDEA protokolliert im Hintergrund
alles mit, was der Benutzer macht. und speichert das Protokoll als
Makro ab. Das kann der Prüfer beim nächsten Mal dann zur
Verfügung gestellt bekommen, damit die Prüfung noch schneller
geht. Schließlich muss man das Rad nicht jedes Mal neu erfinden.
Das bekommen nun auch die Wirtschaftsprüfer von Knauber zu
hören. Bislang haben sie Jahr für Jahr immer wieder die
selben EXCEL-Tabellen neu entwickelt. Doch damit ist jetzt Schluss.
Sie bekommen den leistungsstarken IDEA-Rechner hingestellt, können
so von der ersten Minute an effizienter arbeiten und helfen damit
dem Unternehmen die Wirtschaftsprüfungskosten zu optimieren.
Die Betriebsprüfung mit IDEA führte zu teilweise erstaunlichen
Ergebnissen. So trat ein Programmfehler im alten Wang-System zu
Tage, der zuvor 12 Jahre lang von niemandem entdeckt wurde.
Nur gute Erfahrungen machte Knauber mit der sehr kooperativen Einstellung
bei der Betriebsprüfung. So wurde etwa mit dem Prüfer
frühzeitig die Problematik mit dem alten System besprochen
und eine für beide Seiten akzeptable Einigung erzielt.
Schnell erweiterte sich bei Knauber der Kreis der IDEA-Nutzer um
die Mitarbeiter des Controllings und der Buchhaltung. Was die Mitarbeiter
damit alles machen? Die Steuerprüfung und deren Vorbereitung
einschließlich eines Vorabchecks, Klärungsarbeiten in
der Finanzbuchhaltung wie Kontenklärungen, Erstellung von internen
Auswertungen, Informationsaufbereitung für die verschiedensten
Zwecke, weitere Nutzung von bereits archivierten Daten.
Bevor sich der Nutzen von IDEA im Unternehmen entfalten konnte,
war allerdings noch eine Hürde zu nehmen. Die Mitarbeiter mussten
von den neuen Gedanken und Ideen erst überzeugt werden. Das
war insbesondere bei den altgedienten Buchhaltern nicht ganz einfach.
Doch schließlich gelang es.
Die Vorteile der Nutzung eines Tools wie IDEA fasst Hasan Cürük
so zusammen:
- Externe wie Wirtschaftsprüfer oder Betriebsprüfer
benötigen keine Detailkenntnisse der firmeneigenen Finanzbuchhaltungsprogramme
- Es sind nur geringe EDV-Fachkenntnisse erforderlich
- Die Prüfer können selbstständig arbeiten
- Die internen Zuarbeiten für die Prüfer werden reduziert
- Deutlich kürzere Zugriffszeiten auf Informationen
- Der Anwender kann die Informationen selbst aufbereiten
- Geringer Schulungsbedarf
- Weitreichende Auswertungsmöglichkeiten ohne Zusatzprogrammierung
- Verzicht auf kostenintensive Archivierung
(Quelle: http://www.elektronische-steuerpruefung.de/prueferf/knauber.htm)
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4) Microsoft: Gefährliche Lücke in
Windows
Ein Buffer Overflow in Microsofts
Data Access Component (MDAC) vor Version 2.7 ermöglicht
das Ausführen von beliebigen Codes unter Windows 98, ME, NT
und 2000. Microsofts neueste Betriebssysteminkarnation Windows XP
ist nicht betroffen: Die eingebaute MDAC-Version 2.7 http://www.microsoft.com/data/download_270RTM.htm
ist für das Problem nicht mehr anfällig. Betroffen sind
grundsätzlich die MDAC-Versionen 2.1 bis 2.6 sowie der Internet
Explorer 5.01 bis 6 (mit Ausnahme des Internet Explorers in Windows
XP).
MDAC dient dazu, Datenbankzugriff für Windows- und Webanwendungen
bereit zu stellen. Nach Ansicht von Microsoft dürfte es auf
den meisten Windows-Systemen installiert sein: Bei Windows XP, 2000
und ME ist es Bestandteil der Standardinstallation und bei NT 4.0
ist MDAC im Option-Pack enthalten; im Internet Explorer sind einige
Bestandteile von MDAC enthalten, so daß selbst dann, wenn
das Paket, das es auch separat zum Download gibt, nicht installiert
ist, Nutzer des Microsoft-Webbrowsers betroffen sind.
Die Lücke in MDAC kann entweder über Webbrowser oder -server
ausgenutzt werden: Über das Senden von speziell manipulierten
HTTP-Paketen können Angreifer direkt Binärcode übermitteln,
der sofort zur Ausführung kommt. Webserver, bei denen der Administrator
explizit die Remote Data Services (RDS) des Internet Information
Server (IIS) aktiviert hat, sind ebenfalls gefährdet. Standardmäßig
sind RDS jedoch deaktiviert. Anwender aller Windows-Versionen außer
XP sollten dringend den von Microsoft im entsprechenden Security-Bulletin
http://www.microsoft.com/technet/treeview/default.asp?url=/technet/
security/bulletin/MS02-065.asp bereitgestellten Patch einspielen.
(Quelle: http://www.heise.de/ct/01/23/216)
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5) SAP präsentiert neue Enterprise Services
Architecture
New York City, 16.1.2003.
Die SAP AG hat heute ihre neue Enterprise Services Architecture
(ESA) vorgestellt, die als Referenzarchitektur für zukünftige
Geschäftsanwendungen gelten wird. Die SAP spezifiziert damit
ihre Entwicklungsplanung für eine vollständig integrierte
Anwendungsumgebung für Geschäftsapplikationen, die auf
Web-Services aufbauen, sowie existierende Anwendungslösungen
einbindet. Damit bietet die Enterprise Services Architecture bestmöglichen
Investitionsschutz. ESA liefert Unternehmen eine Vorlage, wie sie
auf Basis einer Services-basierten Architektur IT-Umgebungen schaffen
können, die system- und unternehmensübergreifend arbeiten.
Dabei stellt SAP erstmals dar, wie Web-Services zukünftig als
flexible Basis für Geschäftsanwendungen einsetzbar sind.
Gleichzeitig hat die SAP mit SAP NetWeaver die Weiterentwicklung
von mySAP Technology, der offenen und flexiblen Technologie-Plattform,
präsentiert und stellt damit die technische Grundlage von ESA
vor.
Die neue Enterprise Services Architecture (ESA) beschreibt, wie
eine Integrations- und Applikationsplattform genutzt werden kann,
um Geschäftsprozesse schnell und flexibel abzubilden und aufeinander
abzustimmen. So ermöglicht ESA das Design zusammengesetzter
Lösungen (composite applications), die auf bestehenden Systemen
aufsetzen und Web-Services nutzen, um spezielle Geschäftsprobleme
oder -aufgaben schnell und effizient zu bearbeiten. ESA erreicht
eine neue Dimension von Flexibilität, da alle Aspekte eines
Geschäftsprozesses inklusive aller eingebundenen Personen,
Systeme und Informationen gesteuert werden können; das umfasst
SAP- und SAP-fremde Anwendungen sowie strukturierte und unstrukturierte
Daten - also beispielsweise Datenbanken und Dokumente - entlang
der gesamten Wertschöpfungskette. In der Enterprise Services
Architecture werden alle Funktionalitäten als Service behandelt.
Services-basierte Architekturen gelten als Lösungsansatz für
den steigenden Integrationsbedarf in IT-Umgebungen, da sie universell
einsetzbar sind. Als technische Grundlage des ESA-Modells bildet
SAP NetWeaver die integrierende Applikationsplattform der SAP. Sie
liefert die Werkzeuge, Vorlagen, Methoden und Parameter, mit denen
SAP und ihre Partner in der Lage sind, schnell neue Geschäftsprozesse
zu entwickeln, die auf bereits bestehenden aufsetzen. Die darunter
liegenden Systeme bleiben dabei die gleichen.
Die dritte Generation von Geschäftsanwendungen
Mit der Enterprise Services Architecture definiert SAP die neue
und dritte Architekturgeneration für Geschäftsanwendungen.
Die heutige Ankündigung ist für SAP genau so bedeutend
wie seinerzeit die Einführung der dreistufigen, dezentralen
Client-/Server-Architektur, erklärte Hasso Plattner,
Mitgründer und Vorstandssprecher der SAP AG. SAPs anhaltender
Erfolg basiert auf unserer Fähigkeit, Kundenbedürfnisse
und -anforderungen, die sich immer wieder ändern, in umfassende
Geschäftslösungen abzubilden. Dabei hat es SAP stets verstanden,
neue Technologien zu nutzen. Die jüngsten Markterfolge von
mySAP Technology und der SAP xApps haben uns angespornt, die dort
verwirklichten Konzepte in allen Lösungen anzuwenden. Mit der
Einführung von ESA schaffen wir in IT-Umgebungen die Voraussetzungen
für Anpassungsfähigkeit und Interoperabilität. Firmen
werden zukünftig in der Lage sein, aktuelle Technologien zu
nutzen, um ihren Geschäftsprozess systemübergreifend mit
Kunden, Partnern und Lieferanten zusammenzuführen und eine
homogene Wertschöpfungskette aufzubauen.
SAPs dreistufige Server-Architektur wurde schnell zum de-facto-Standard.
So liefert sie die Basis für Client-/Server-Systeme, um Informationen
und Prozesse auf Anwender-, Applikations- sowie Datenebene zu integrieren.
Diese dreistufige Architektur bildet die Grundlage aller SAP-Lösungen,
die heute bei mehr als 19.000 Unternehmen weltweit im Einsatz sind.
Während die dreistufige Client-/Server-Architektur vorhandene
Mainframe-Systeme ersetzte, eröffnet ESA Unternehmen die Chance,
durch den Einsatz von Web-Services die Flexibilität ihrer IT-Umgebung
zu erhöhen und dabei auf bestehenden Lösungen aufzubauen.
Das ESA-Konzept ebnet den Weg für die Integration heterogener
Anwendungen. In dieser Services-basierten Architektur werden alle
Applikationen als Service behandelt, die Anwender jederzeit und
problemlos nutzen können. Dabei setzt die SAP auf die Vorteile
offener, standard- und Web-basierter Technologien und sorgt gleichzeitig
für den Schutz bestehender Investitionen.
Die neue ESA-Architektur bildet bereits die Basis für die
ersten ausgelieferten SAP xApps. Dabei handelt es sich um vorgefertigte,
bereichsübergreifende Applikationen, die auf bestehenden Systemen
aufsetzen. Außerdem liefert ESA das Konzept für die Entwicklung
und Bereitstellung neuer Funktionen für SAP-Lösungen in
der Zukunft. Geplant sind beispielsweise neue Integrationsszenarien
für SAP-Anwendungslösungen, neue Funktionen für Branchenanwendungen
und Funktionserweiterungen für SAPs ERP-Lösung (Enterprise
Resource Planning) sowie mehr Flexibilität für kundenspezifische
Entwicklungsprojekte. Web-Services werden heute primär
genutzt, um existierende Systeme einzukapseln, erläuterte
Yvonne Genovese, Research Director bei der Gartner Group. Die
permanente und sofortige Informationsverarbeitung im Sinne der Real-time
Enterprise erfordert jedoch Geschäftsprozesse, die auf
einer Services-basierten Infrastruktur aufbauen und in der Web-Services
integraler Bestandteil zusammengesetzter Applikationen sind.
Weitere Informationen zu SAP NetWeaver finden Sie in der entsprechenden
Pressemitteilung unter http://www.sap.com/press.
(Quelle: http://www.sap-ag.de/germany/aboutSAP/press/
press_show.asp?ID=871)
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6) IBM Studie: Auf Basel II sind viele Banken
nicht ausreichend vorbereitet
Deutliche Unterschiede zwischen großen und kleineren Finanzinstituten:
Die Vorbereitungen für die Umsetzung von Basel II haben begonnen
- allerdings in höchst unterschiedlichem Umfang, wie eine weltweite
Studie des IBM Institute for Business Value gezeigt hat. Befragt
wurden die Basel II-Verantwortlichen in 32 Finanzinstituten unterschiedlicher
Größe nach dem Stand ihrer Vorbereitungen.
Mehr als dreiviertel der Banken sieht sich zwar im Zeitplan, jedoch
haben erst 40 Prozent der Großbanken und 37 Prozent der kleineren
Institute damit begonnen, die notwendigen Daten für eine umfassende
Datenhistorie aus den verschiedensten internen und externen Quellen
zu sammeln, zu integrieren und zu konsolidieren.
Eine der schwierigsten Aufgaben liegt primär in den Bereichen
Datenmanagement und -verarbeitung: 96 Prozent sehen hier die größte
Herausforderung. Insbesondere der Integration historischer Kundendaten
kommt dabei hinsichtlich künftiger Anforderungen an das Rating
der Kreditnehmer und das Risikomanagement der Geldinstitute erhebliche
Bedeutung zu. Ebenfalls 40 Prozent der Großbanken sowie knapp
ein Drittel der kleinen Banken ist dagegen noch mit der Planung
dazu befasst. Die verbleibenden Institute beider Gruppen haben nach
eigenen Angaben sogar erst die Analysephase erreicht.
(Quelle: http://www.ibm.com/news/de/2003/01/15a.html)
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7) Microsoft kündigt zweite Betaversion
von Exchange Server 2003 "Titanium" an
Microsoft hat die Verfügbarkeit der zweiten Betaversion von
Titanium angekündigt. Dabei handelt es sich um die neueste
Version der Microsoft Exchange Server Software für Messaging
und Personal Information Management, die voraussichtlich im Sommer
dieses Jahres unter dem Namen "Exchange Server 2003" auf
den Markt kommen wird. Die Testversion kann unter http://www.microsoft.com/exchange/evaluation/ti
heruntergeladen oder auf CD bezogen werden. Die Betaversion 2 wurde
im Rahmen des Exchange Joint Development Programms (JDP) von Kunden
und Partnern umfangreich getestet und evaluiert. Darüber hinaus
hat Microsoft "Titanium" intern getestet und bereits mehr
als die Hälfte aller Microsoft Mitarbeiter an die neue Exchange-Version
angebunden. Mohsen Al-Ghosein, Vice President des Geschäftsbereichs
Exchange Server von Microsoft, erläutert: Unsere Kunden
erwarten von einer Kommunikations-Infrastruktur mehr als nur die
zuverlässige Übermittlung von E-Mails. Sie muss einen
klaren Mehrwert für das Unternehmen bringen. Dazu gehören
beispielsweise eine höhere Produktivität der Information
Worker und des IT-Personals und reduzierte Betriebskosten, verbunden
mit einer hohen Zuverlässigkeit und erweiterter Sicherheit.
Mit der Kombination aus Exchange Server 2003, dem Outlook 11 Client
und Windows Server 2003 bieten wir unseren Unternehmenskunden eine
leistungsstarke End-to-End Messaging-Lösung an." Exchange
Server 2003 und Outlook 11 werden voraussichtlich im Sommer 2003
auf dem Markt kommen, im Anschluss an den für das Frühjahr
2003 geplanten Launch von Windows Server 2003.
Höhere Produktivität
Kunden, die Exchange 5.5 oder Exchange 2000 einsetzen, profitieren
bei einem Upgrade auf Exchange Server 2003 und Outlook 11 insbesondere
von der erhöhten Flexibilität und Effizienz sowie der
vereinfachten Verwaltung. Die zahlreichen Optimierungen in Exchange
Server 2003 und Outlook 11 zielen darauf ab, die Produktivität
und die Benutzerfreundlichkeit für Information Worker zu erhöhen.
Mit dem neuen Cache-Betriebsmodus lässt sich viel Zeit sparen,
da die Synchronisierung der Benutzerinformationen transparent und
einheitlich im Hintergrund erfolgt. Auf diese Weise kann der User
mit einer regelmäßig aktualisierten, lokalen Kopie seines
Mail-Accounts arbeiten, unabhängig von der Qualität der
Netzwerkverbindung. Die verbesserte Benutzeroberfläche von
Outlook 11 umfasst Suchordner und ein optimiertes Sichtfenster,
mit dem sich 40 Prozent mehr Informationen auf dem Bildschirm anzeigen
lassen als in den früheren Versionen von Outlook. Dies trägt
zu einer erhöhten Produktivität bei der Verwaltung personengebundener
Informationen bei.
Das Protokoll für die Kommunikation zwischen Outlook und Exchange,
MAPI, wurde ebenfalls optimiert. Durch eine Minimierung des Netzwerkverkehrs
zwischen Client und Server und die Datenkomprimierung lässt
sich die Leistungsfähigkeit des E-Mail-Systems deutlich erhöhen.
Da der Benutzer mit MAPI über das gesicherte HTTP direkt auf
den Exchange Server zugreifen kann, entfällt bei Remote-Zugriffen
die komplexe und kostenintensive Anbindung an das Unternehmensnetzwerk
über ein Virtual Private Network (VPN).
Exchange Server 2003 ermöglicht die einfache Anbindung einer
Vielzahl von Clients, einschließlich mobiler Endgeräte.
Durch die erweiterte Outlook Web Access Funktionalität kann
der Benutzer über einen Browser auf einen Großteil der
Funktionen zugreifen, die er von einem Desktop-Client gewöhnt
ist. Die Benutzeroberfläche wurde ebenfalls überarbeitet
und entspricht größtenteils den Neuerungen von Outlook
11. Die neue Version von Exchange verfügt über einen integrierten
Support für den drahtlosen Zugriff über Outlook Mobile
Access. Außerdem werden mobile Endgeräte unterstützt,
die mit Protokollen wie iMode, cHTML und WAP 2.0 Microbrowsern arbeiten,
sowie Windows-basierte Pocket PCs und SmartPhones.Dazu Rolf Hansmann,
Leiter Global E-Mail und Collaboration Services bei Aventis Pharma:
Der ständige Austausch mit unseren Vertriebsmitarbeitern
in der ganzen Welt ist in der Pharmaindustrie von zentraler Bedeutung.
Dass Mobilität bei Exchange Server 2003 und Outlook 11 eine
wichtige Rolle spielt, kommt uns sehr entgegen. Sehr positiv ist
die Leistungssteigerung, die durch die reduzierte Netzbelastung
beim Datenaustausch zwischen Outlook und Exchange erzielt wird.
Wie wir bei unseren Tests gesehen haben, profitieren insbesondere
unsere remoten Benutzer, die mit niedrigen Bandbreiten arbeiten,
von der neuen Exchange Version."
Optimierte Systemstabilität
Die Einbindung des Exchange Servers 2003 in Windows Server 2003
sorgt für eine höhere Zuverlässigkeit der IT-Umgebung.
Die Integration mit den Volume Shadow Copy Services von Windows
Server 2003 ermöglicht ein sofortiges Backup und die Wiederherstellung
der Exchange Server. Auf diese Weise sind Administratoren in der
Lage, eine größere Anzahl von Benutzern auf einem einzigen
Server zu unterstützen. Windows Server 2003 unterstützt
Cluster mit bis zu acht Knoten, wodurch sich hochverfügbare
Messaging-Umgebungen realisieren lassen. Eine Optimierung der allgemeinen
Systemleistung wird duch Verbesserungen von MAPI in Outlook 11 und
dem Exchange Server 2003 herbeigeführt. Dank dieser Funktionalitäten
können Server in regionalen Rechenzentren zentralisiert werden.
Darüber hinaus kann eine höhere Anzahl von Benutzern in
entfernten Büros unterstützt werden, ohne dass ein dedizierter
Server vor Ort eingesetzt werden muss.
Ein weiterer Vorteil ist die vereinfachte Implementierung und Verwaltung
der Nachrichtenübermittlung. Mit Bewertungs-Tools für
die Implementierung der Active Directory Verzeichnisdienste und
des Active Directory Connector Wizard können Unternehmen ihre
bestehende Infrastruktur analysieren und ihre Umgebung automatisch
für ein Upgrade auf Exchange Server 2003 vorbereiten. Das Exchange
Management Pack für Microsoft Operations Manager ermöglicht
eine automatische Systemüberwachung und stellt mehr als 1.700
Regeln zur Verfügung, mit denen Administratoren die Kommunikationsinfrastruktur
noch genauer überwachen können. Exchange Server 2003 vereinfacht
zudem die Bereitstellung und die Verwaltung von Outlook, Outlook
Web Access und Outlook Mobile Access von einer einzigen, zentralen
Stelle. Der Vorteil dieser Tools liegt in einem zügigen Upgrade
der Umgebung, minimalen Ausfallzeiten während des Upgrades
und weniger Störungen für den User.
Mehr Sicherheit
Microsoft Exchange Server 2003 und Windows Server 2003 tragen der
Trustworthy Computing Initiative von Microsoft Rechnung und wurden
mit dem Ziel konzipiert, ein Höchstmaß an Sicherheit
im Hinblick auf Design, Störungen und den laufenden Betrieb
zu gewährleisten. Der Administrator ist in der Lage, nur die
Funktionen zu installieren, die für die jeweilige Umgebung
benötigt werden. Darüber hinaus wird Outlook Web Access
künftig das S/MIME Sicherheitsprotokoll unterstützen,
um Nachrichten zu kennzeichnen und zu verschlüsseln. Administratoren
sind in der Lage, Verbindungen zu unterbrechen und damit die Wahrscheinlichkeit
von Sicherheitsverletzungen zu verringern. Exchange Server 2003
verfügt zudem über neue Funktionen zum Schutz vor Junk-Mails.
Dazu gehört auch das Filtern von Verbindungen auf Basis von
Echtzeit-Listen mit sogenannten schwarzen Löchern und Dial-Up
Benutzerlisten. Durch Verbesserungen der VSAPI, der für das
Virus-Scannen zuständigen Anwendungsprogramm-Schnittstelle
in Exchange Server 2003, können auch Antivirus-Produkte anderer
Hersteller auf Exchange Servern eingesetzt werden, die keine residenten
Exchange Mailboxes haben. Damit können eingehende Nachrichten
im Hinblick auf möglicherweise harmlose Codes untersucht werden,
sobald sie die Unternehmensgrenzen überschreiten.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.microsoft.com/exchange
und
http://www.microsoft.com/presspass/features/2003/
jan03/0106titanium.asp.
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8) Lücke in Windows-Domänen-Controllern
Gestern hat Microsoft ein Security Bulletin Security
Bulletin veröffentlicht, das vor einem Sicherheitsloch
warnt, das größere Windows-Netze betrifft. Eine Lücke
in einem Dienst namens "RPC Locator", der normalerweise
nur auf Domänen Controllern aktiv ist, kann sowohl für
Sabotageakte als auch dazu genutzt werden, Code auf dem jeweiligen
System auszuführen. Microsoft empfiehlt Betroffenen, den Patch
umgehend zu installieren. Im Security Bulletin finden sich Download-Links
zum dem Patch für Windows NT4, 2000 und XP.
(Quelle: http://www.heise-online.de/newsticker/data/ps-23.01.03-000/)
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9) Erweiterte Informationspflicht für Online-Shops
Die am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Änderung der deutschen
Preisangabenverordnung Preisangabenverordnung
schreibt für Betreiber von Internet-Shops eine erweiterte Informationspflicht
vor. So muss künftig auf den virtuellen Katalogseiten ausdrücklich
darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den dort genannten Preisen
um Inklusivpreise handelt, die Umsatzsteuer und sämtliche anderen
Preisbestandteile enthalten. Zudem müssen die Online-Shops
auch auf eventuell anfallende Liefer- und Versandkosten hinweisen.
Gemäß Paragraf 1, Absatz 6 der Preisangabenverordnung
reicht es nicht aus, diese Angaben beispielsweise auf einer Seite
mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen unterzubringen; vielmehr
müssen sie so platziert werden, dass sie für den Verbraucher
deutlich wahrnehmbar sind. Die komplette Neufassung der Preisangabenverordnung,
mit der entsprechende Vorgaben der Europäischen Union in deutsches
Recht umgesetzt worden sind, kann im Internet abgerufen werden.
(Quelle: http://www.ihk-newsletter.de/aktuell/200301/02_001.html)
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10) Hinweise zu IT-gestützten
Prüfungstechniken
In obiger Angelegenheit möchten wir Sie gerne auf neu vorliegende
bzw. verbesserte Prüfungshilfsmittel der REVIDATA sowie
auf die angegebenen Veranstaltungen aufmerksam machen:
Erweiterte und verbesserte Zusatzprogramme für ACL-Prüfsoftware
Die von REVIDATA erstellten Zusatzprogramme zur gemeinsamen
Verwendung mit ACL-Prüfsoftware - welche u.a. auch von der
Österreichischen Finanzverwaltung genutzt werden - wurden
noch einmal überarbeitet, erweitert und verbessert. Sie finden
die geänderte Programmversion an der bekannten Stelle innerhalb
des Download-Bereichs unseres Internet-Auftritts "www.revidata.de".
Auch denjenigen Unternehmen, die bereits mit den von uns erstellten
Programmen arbeiten, wird die Übernahme der veränderten
Programmversion empfohlen.
Neue Leitfäden zur Umwandlung von SAP R/3(TM)-Inforamtionen
in das PDF-Format
Das PDF-Format zur Verwendung mit dem kostenfrei erhältlichen
Programm "Acrobat Reader" hat sich zum weit verbreiteten
Standard für die Archivierung und den Austausch revisionsseitig
erzeugter Listen entwickelt. Der vorstehend bezeichnete Leitfaden
zeigt auf, wie direkt aus dem SAP R/3(TM)-System mittels dort
vorhandener Programme alle auf den Bildschirm erzeugten Listen direkt
in ein PDF-Format überführt werden können. Er steht
- wie alle anderen Unterlagen auch - auf Interesse und bei
Anforderung allen Interessenten zur Verfügung.
Neue Übersicht prüfungsrelevanter Programme aus dem
SAP R/3(TM)-System
Bei der Generierung prüfungsrelevanter Informationen aus
dem SAP R/3(TM)-System erweist sich die Suche nach den hierfür
zur Verfügung stehenden Programme erfahrungsgemäß
als Problem. Um sie hierfür zusätzlich zu unterstützen,
haben unsere Mitarbeiter eine Sichtung von mehr als 25.000 Standardauswertungen
vorgenommen und eine Übersicht mit zugehörigen Erläuterungen
von etwa 1.000 Reports erzeugt, welche für Systemprüfungen,
zur Kontrolle von Ordnungsmäßigkeitsanforderungen, für
Berechtigungsprüfungen sowie für Zwecke der kaufmännischen
Revision einsetzbar sind. Die entsprechende Übersicht
steht ebenfalls im PDF-Format zur Verfügung und wird Interessenten
auf Anforderung gerne übermittelt.
REVIDATA-Partnerveranstaltung in Hamburg
Zur Vorbereitung von Unternehmen auf den elektronischen Datenzugriff
der Finanzverwaltung erreichen uns viele Anfragen. Wir nehmen
daher die Erweiterung unserer Hamburger Niederlassung mit Frau Eva
Romatzeck (Steuerberaterprüfung, CIA, CFA) gerne zum Anlass,
Sie noch einmal zu einer hierauf gerichteten Veranstaltung am 26.
Februar 2003 in den Räumen unseres dortigen Kooperationspartners,
der HTG Schomerus & Partner GmbH, einzuladen. Die zugehörige
Agenda sowie das Anmeldeformular sind dieser Nachricht ebenfalls
im PDF-Format beigefügt.
(Quelle: http://www.revidata.de/)
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11) Deutsche Telekom: UMTS-Mobilfunk startet
im dritten Quartal
Die Deutsche Telekom will im Herbst 2003 mit der kommerziellen
Markteinführung des Mobilfunk-Standards UMTS starten.
(Quelle: http://www.chip.de/news_stories/news_stories_9628262.html)
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12) Angreifbare IBM-Datenbank
In der IBM DB2 Universal Database (UDP) für die Hardware-Plattform
iSeries in den Versionen 3.2 bis 5.2 existiert ein Fehler, der einem
Angreifer erlaubt, Kommandos und Scripte auf dem Rechner auszuführen.
Die Schwachstelle liegt im SQL-Befehl CREATE PROCEDURE. Dieser erlaubt
jegliche gespeicherte Anweisungen (SQL stored procedure) auf der
Maschine auszuführen. Ein sachkundiger Angreifer könnte
so Shell-Kommandos oder REXX-Scripte ausführen und ggf. die
vollständige Kontrolle über die Maschine erlangen. Ein
Sicherheitspatch seitens IBM ist noch nicht erhältlich. Als
Absicherung sollte der Datenbank-Administrator den allgemeinen Zugriff
auf alle PGM-Objekte und auf die Programme "QCMDEXC" and
"QREXX" auf dem System sperren.
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