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ERS-IT-News Mai 2003

  1. Fachliches
    1.1 GDPdU: Handlungsbedarf für betroffene Unternehmen
    1.2 Audicon: In Augenhöhe mit dem Fiskus


  2. IT-Systeme und IT-Infrastruktur
    2.1 Prioritätenliste für Systemadministratoren
    2.2 VPN-Clients von Cisco unsicher
    2.3 Microsoft mit Problemen
    2.4 Windows Server 2003 hat Probleme mit anderen Programmen
    2.5 Neue Sicherheitslöcher in Internet Explorer und Outlook Express


  3. Branchen-News
    3.1 Studie: Microsoft besser als sein Ruf
    3.2 IBM-Chef: IT-Branche wieder auf dem Weg zur Wachstumsindustrie
    3.3 Erstmals seit einem Jahr wieder mehr IT-Stellen


  4. Sonstiges
    4.1 Mit IBM zum Supermarkt der Zukunft: Metro setzt auf Funktechnologie
    4.2 Sechs Milliarden Euro durch IT-Outsourcing verschwendet
    4.3 Budgets für Outsourcing steigen um 50 Prozent
    4.4 SAP-Kongreß für Unternehmensportale und Integrationstechnologie

1 Fachliches

1.1 GDPdU: Handlungsbedarf für betroffene Unternehmen

Die GDPdU und die GoBS betreffen große wie kleine Unternehmen gleichermaßen, Selbständige und den kleineren Mittelstand. Für diese Unternehmen ist es entscheidend, einen Lösungsansatz für die digitale Archivierung zu haben, der eindeutig gesetzeskonform, einfach in der Handhabung und in Bezug auf die Preis-Leistungs-Relation optimal ist. Eine solche Lösung muß des weiteren den Steuerpflichtigen vor einem unbeabsichtigten Datenverlust bzw. einer Datenbeschädigung und Veränderung bei der Überlassung der steuerrelevanten Daten an den Steuerberater, oder den Betriebsprüfer schützen.

Notwendige Schritte für den Steuerpflichtigen:

  • Revisions- und Datensicherheit des gesamten DV-Systems i.S. der GoBS prüfen und gewährleisten
  • Gesetzeskonformität der eingesetzten Anwendungen und die Angemessenheit der Archivierungskonzepte prüfen (Office- und Buchhaltungsanwendungen)
  • Archivierungskonzepte für Office-Anwendungen prüfen
  • Archivierungskonzepte für elektronischen Schriftverkehr prüfen (digitale Signatur)
  • Gesetzeskonformität des Archivierungsvorgangs prüfen
  • Gesetzeskonformität und Robustheit der eingesetzten Datenträger prüfen
  • Optimales Archivierungssystem wählen
  • Effizienz und Einfachheit des Archivsystems testen
  • Prüfen, ob die Archivierungslösung als GDPdU und GoBS-konform zertifiziert wurde
  • Optimale Lösung unter den Gesichtspunkten Bedarf und Handling wählen

(Quelle: http://www.elektronische-steuerpruefung.de/checklist/leitf_untern.htm)

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1.2 Audicon: In Augenhöhe mit dem Fiskus

Welches Unternehmen möchte nicht mit dem Fiskus in Sachen Steuerprüfung Schritt halten? Das ist ab sofort möglich. Die Stuttgarter Softwarefirma Audicon bringt mit AIS TaxAudit eine Erweiterung zu IDEA, der offi-ziellen Prüfsoftware der Finanzverwaltung, auf den Markt. AIS TaxAudit wurde speziell für die Automatisierung von digitalen Prüfungen entwickelt. Sie analysiert die Daten für die Betriebsprüfung, Lohnsteuer-Außenprüfung und Umsatzsteuer-Sonderprüfung und ermöglicht die vollständige Prüfung relevanter Prüffelder.
Der Anwender wählt die Prüfungsschritte aus und importiert die dazu notwendigen steuerrelevanten Daten in dem vom BMF (Bundesministerium der Finanzen) empfohlenen Beschreibungsstandard. Danach erhält er als Ergebnis einen Prüfbericht zur weiteren materiellen Auswertung. Ausgerüstet mit AIS TaxAudit und IDEA kön-nen Unternehmen die bevorstehende digitale Steuerprüfung simulieren und Fehler schon im Vorfeld ermitteln und beseitigen. Seit dem 1. Januar 2002 gelten bei der Steuerprüfung für Unternehmen neue Regeln. Der Ge-setzgeber hat die digitale Betriebsprüfung zugelassen und kann jetzt auf alle in EDV-Systemen gesicherten steu-erlich relevanten Daten von Unternehmen zugreifen. Unternehmen müssen diese Daten maschinell auswertbar bereithalten und dem Betriebsprüfer auf einem Datenträger überlassen. Ebenso müssen die Grundsätze zum Da-tenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU) beachtet werden. Für die Datenanalyse verwendet das BMF die Prüfsoftware IDEA. Die Entscheidung für IDEA fiel im Rahmen einer europaweiten Ausschrei-bung. Vertrieben wird IDEA von Audicon. Über 14.000 Lizenzen werden bereits eingesetzt. Für die Vereinfa-chung des Datenimports hat Audicon einen XML-basierten Beschreibungsstandard entwickelt, den Hersteller von ERP-Software in ihren Produkten einsetzen können. Somit ist die Auswertbarkeit des Datenmaterials durch IDEA sichergestellt. Das deutsche Bundesfinanzministerium empfiehlt den Beschreibungsstandard von Audicon. AIS TaxAudit dient der Prüfungssimulation seitens der Unternehmen. Ein intuitiver Workflow führt vom Daten-import über die Feldzuordnung in die Auswahl der Prüffelder und zur Ausführung der Prüfmakros. Der Anwen-der erhält sofort einen Bericht, der unmittelbar eine weitergehende Analyse der Daten in IDEA ermöglicht. Zu allen Prüfungsschritten sind sowohl die Prüfungsziele als auch die gesetzlichen Grundlagen hinterlegt. Ermög-licht wird dies durch die in TaxAudit enthaltenen rund 150 Prüfmakros. Diese Makros decken den größten Teil der regelmäßig wiederkehrenden Prüffelder und -inhalte ab; simulieren also perfekt weite Teile des Prüfgesche-hens.

Lizenzierung und Wartung:

AIS TaxAudit erfordert mindestens eine Lizenz an IDEA 2002. Diese Lizenz ist pro Kunde grundsätzlich nur einmal notwendig, solange IDEA auf nur einem Arbeitsplatz installiert wird und nicht mehr als 50 Steuerpflichtige in AIS TaxAudit verwaltet werden. Voraussetzung für die Prüfungssimulation mit AIS TaxAudit ist die Installation einer für AIS TaxAudit aktualisierten Version von IDEA 2002 und der Abschluß eines Wartungsvertrags mit der Audicon.

Live-Demonstration:

Im Mai 2003 veranstalten Audicon und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young das ganztägige Fo-rum "Die Intelligenz der digitalen Steuerprüfung nach den GDPdU" im Rahmen einer bundesweiten Roadshow. Die Stationen sind Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Frankfurt und München. Audicon und Ernst & Y-oung informieren über die aktuellen Entwicklungen und Erfahrungen mit der digitalen Betriebsprüfung und stel-len erstmals die Software AIS TaxAudit mit Prüfungsmakros vor. Die Teilnehmer erwarten außerdem die Live-Demonstration einer simulierten digitalen Betriebsprüfung und eine Podiumsdiskussion mit Bernhard Lindgens vom Bundesamt der Finanzen sowie den Referenten des Forums.

(Quelle: http://www.forumkanzleisoftware.de/archives/viewAnbieterNews.cfm?newsID=6051)

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2 IT-Systeme und IT-Infrastruktur

2.1 Prioritätenliste für Systemadministratoren

Das FBI hat zusammen mit dem SysAdmin, Audit, Networking and Security Institut (SANS) die Liste der 20 am häufigsten ausgenutzten Sicherheitslücken fortgeschrieben. Das FBI will mit der Liste vor allem überforderten Systemadministratoren einen Anhaltspunkt geben, welche der vielen Sicherheitsprobleme als erstes angegangen werden müssen. Die Liste der Top 20 für das Jahr 2002 umfaßt die jeweils zehn am häufigsten genutzten Sicherheitslücken aus dem Microsoft- sowie Unix-Umfeld.

(Quelle: http://www.sans.org/top20/)

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2.2 VPN-Clients von Cisco unsicher

Der Netzwerkausrüster Cisco warnt in einer Sicherheitsmeldung vor zwei Sicherheitslücken in der VPN-5000-Client-Software. Bei der ersten Sicherheitslücke kann ein potenzieller Angreifer bei der Linux (bis Version 5.2.7)- und Solaris-Variante (bis Version 5.2.8)"root"-Rechte erlangen, indem zwei Pufferüberlaufschwachstel-len ausgenutzt werden. Diese befinden sich im close_tunnel- und dem open_tunnel-Binärcode. Dadurch können lokal am System angemeldete Benutzer beliebigen Programmcode mit root-Privilegien ausführen (local root compromise). Bei der zweiten Sicherheitslücke können bei der Macintosh-Variante (bis Version 5.2.2) Paßwort-Informationen gestohlen werden, da beim Speichern der "Default Connection" im Cisco VPN-5000-Client für Mac OS das Paßwort des zuletzt genutzten Login abgespeichert wird. Damit kann es von allen Benutzern ausge-lesen werden, unabhängig von der gewählten Einstellung für "SaveSecrets". In der Sicherheitsmeldung sind nicht nur eine detaillierte Fehlerbeschreibung, sondern auch Verweise auf die einzuspielenden Patches enthalten.

(Quelle: http://www.sicherheits-berater.de/2002/0220inews.htm#1)

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2.3 Microsoft mit Problemen

Das Remote Desktop Protocol (RDP), das in Windows 2000 Server und XP Professional enthalten ist, weist ei-nige Fehler auf. Da die Terminal-Dienste seit Windows 2000 eine Möglichkeit zur Fernadministration von Ser-vern sind, ist diese Sicherheitslücke als brisant einzustufen, da sie zur Nutzung allein zu Verwaltungszwecken li-zenzkostenfrei ist. Ein Problem betrifft nur den in Windows XP und den Net-Server (Version Beta 3) integrierten Remote Desktop. Wenn er aktiviert ist, läßt sich ein Computer durch spezielle Pakete, die noch vor der eigentli-chen Anmeldung im Rahmen von RDP ausgetauscht werden, aus der Ferne abschießen. Dieses Problem ist von Microsoft gelöst worden und nur XP-Benutzer, die das Servicepack 1 nicht eingespielt haben, sollten den bereit-gestellten Patch installieren. Ein weiteres Probleme betrifft alle als RDP-Server tauglichen Betriebssysteme des Herstellers. Bei dem RDP-Protokoll in der Version 5 können alle betätigten Tasten mitprotokolliert und ergänzt werden. Da die Prüfsummen der RDP-Pakete außerdem nicht verschlüsselt, sondern im Klartext übertragen wer-den, erleichtert dies eine Kryptoanalyse ungemein.
Weiterhin wurde in den Frontpage Server Extensions eine kritische Sicherheitslücke entdeckt, die es Angreifern ermöglicht, je nach verwendeter Software-Version entweder eine Denial-of-Service-(DoS-)Attacke zu starten oder beliebigen Programmcode auszuführen. Der Bösewicht ist diesmal der SmartHTML Interpreter (shtml.dll), der sich um Internetformulare und andere durch Frontpage erzeugte dynamische Internetinhalte kümmert. Durch malignen Code, der beim gezielten Abruf von Internetdateien auf den Computer kommt, kann die gesamte Pro-zessorzeit verschwendet oder beliebiger Programmcode auf dem Rechner ausgeführt werden. (http://www.microsoft.com/technet/security/bulletin/MS02-053.asp).
Auch das Windows-VPN bekommt diesmal sein Fett ab. Beim Point-to-Point Tunneling Protocol (PPTP) unter Windows 2000 und XP können über schädliche Software Teile des RAM-Speichers überschrieben und damit der Server zum Stillstand gebracht werden. Doch nicht nur Server, sondern auch Clients sind von der Sicherheitslücke betroffen, da der PPTP-Service permanent die I/O-Ports überwacht. Da der Hersteller die Sicherheitslücke noch nicht bestätigt hat, gibt es auch noch keine Patches für das Problem.

(Quelle: http://www.sicherheits-berater.de/2002/0220inews.htm#1)

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2.4 Windows Server 2003 hat Probleme mit anderen Programmen

Das am Donnerstag veröffentlichte Server-Betriebssystem Server 2003 von Microsoft läuft nicht mit wichtigen Applikationen aus eigenem Hause. Dazu zählen SQL Server 6.5/7.0 und Windows Exchange Server 5.5/2000. Das melden US-Medien wie TechWeb. Die Probleme entstehen den Berichten zu Folge durch den stark verän-derten Internet Information Server (IIS) von Windows Server 2003. Die zugehörige Version 6.0 sei gegenüber IIS 5.0 komplett überarbeitet worden und alle darauf zugreifenden Programme könnten betroffen sein.
Pikanterweise gehören dazu auch Microsoft-Programme wie ältere Version (6.5 und 7.0) von SQL Server, das aktuelle SharePoint Portal Server sowie SharePoint Team Service, die ohne Update die Arbeit verweigern. Anwender des verbreiteten Exchange Server für Email- und Termin-Verwaltung müssen demnach auf die Version Exchange 2003 warten, wenn sie ihren Server auf das neue Betriebssystem updaten wollen. Andere Software des Herstellers wie BizTalk 2000, Commerce Server 2001, Content Manager Server 2001 und Mobile Information Server 2001 werden wohl gar nicht kompatibel zu machen sein.

(Quelle: http://www.heise.de/newsticker/data/jes-27.04.03-001/)

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2.5 Neue Sicherheitslöcher in Internet Explorer und Outlook Express

Düsseldorf (rpo). Microsoft hat einmal mehr auf neu entdeckte Sicherheitslöcher im Internet Explorer und Out-look Express hingewiesen. Die Fehler ermöglichen es Angreifern, beliebige Programme auf dem Opfer-PC aus-zuführen. Die Redmonder empfehlen ihren Kunden, für beide Anwendungen schnell die bereitgestellten Patches zu installieren, um das "kritische Sicherheitsproblem" zu beheben, daß Angreifern es ermöglicht, beliebige Pro-gramme auf dem Opfer-PC auszuführen. "Das Wichtigste für uns ist, daß die Anwender sich bald die Updates auf ihre Rechner spielen, damit ihre PCs geschützt sind", sagt der Security Program-Manager von Microsofts Security Response Center, Stephen Toulouse.
Von dem Bug sind die Internet Explorer-Versionen 5.01, 5.5 und 6.0 samt Service-Packs betroffen. Ein Hacker könnte aufgrund des Programmfehlers im schlimmsten Fall die komplette Kontrolle des Rechners an sich reißen, sofern der User auf einen HTML-Link zu einer entsprechend präparierten Web-Seite klickt oder sich eine manipulierte HTML-Mail öffnet. Somit könne der Angreifer einen Buffer Overflow-Fehler ausnutzen, indem er unerwartet viele Daten an das Programm sende. Dadurch wird es ihm möglich, so Microsoft, bestimmten Programmcode auf dem Rechner des Opfers auszuführen.

(Quelle: ZDNet Deutschland)

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3 Branchen-News

3.1 Studie: Microsoft besser als sein Ruf

Nach einer von Forrester Research veröffentlichten Studie halten 74 Prozent von 35 IT-Sicherheitschefs von Un-ternehmen, deren Umsatz mehr als eine Milliarde Dollar beträgt, Microsoft-Produkte für unsicher. Gleichzeitig stellten das Marktforschungsinstituts in ihrer Studie "Can Microsoft be secure?" fest, daß trotzdem neun von zehn der untersuchten Unternehmen Microsoft-Lösungen für kritische Prozesse einsetzen.
Alles in allem finden die Forscher von Forrester, nach Angaben von "Pressetext Deutschland", daß der Soft-warekonzern oft zu unrecht kritisiert werde. In vielen Fällen seien die User selbst für die schwache Sicherheit der Microsoft-Lösungen verantwortlich. Nach Aussage von Studien-Autorin Laura Koetzle planten 40 Prozent der Unternehmen keine Sicherheitsverbesserungen. 59 Prozent der Unternehmen, die wegen einem Microsoft-Produkt unter einem Sicherheitsproblem gelitten haben, hätten daraus auch Konsequenten gezogen.
Microsoft kommt in der Studie aber nicht ganz ungeschoren davon. Koetzle empfiehlt dem Softwarekonzern, Tools zu entwickeln, die ein einfacheres Einspielen von Sicherheitsupdates ermöglicht. Gleichzeitig sollte der Konzern verstärkt mit unabhängigen Softwareunternehmen (ISV) zusammenarbeiten, um sicher zu gehen, daß die Patches auch mit deren Applikationen funktionieren.

(Quelle: http://www.forumkanzleisoftware.de/archives/viewOnlineNews.cfm?newsID=5902)

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3.2 IBM-Chef: IT-Branche wieder auf dem Weg zur Wachstumsindustrie

Für die IT-Industrie sieht IBM-Chef Samuel Palmisano derzeit keinen Grund zum Pessimismus. "Diese Industrie wird sich wieder zur Wachstumsindustrie entwickeln", machte der CEO gestern Anlegern bei ihrem jährlichen Treffen in Kansas City Mut. Er widersprach damit Unkenrufen von Oracle-CEO Larry Ellison, der Anfang April das "Ende des Silicon Valley in der Form, in der wir es bislang kannten", heraufbeschworen hatte. Auch die Hightech-Unternehmen seien nicht vor Alterungsprozessen gefeit; "etwa 1000 IT-Firmen werden zugrunde ge-hen", hatte der Oracle-CEO dem Wall Street Journal prophezeit.
Die Industrie erhole sich allmählich von ihren zwei Jahre andauernden Wehen, sagte Palmisano weiter. Sein Unternehmen habe sich in den vergangenen Jahren für lang anhaltenden Erfolg neu positioniert und gehe gestärkt aus der Krise hervor. IBM erwarte, daß die amerikanische IT-Industrie langfristig weit schneller wachse als das Bruttoinlandsprodukt. Allerdings nannte Palmisano für die von ihm vorhergesagte Entwicklung keinen Zeitrahmen.

(Quelle: http://www.heise.de/newsticker/data/em-30.04.03-002/)

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3.3 Erstmals seit einem Jahr wieder mehr IT-Stellen

Am IT-Arbeitsmarkt zeigt sich nach Angaben der Computerwoche ein Hoffnungsschimmer: Zum ersten Mal nach vier Quartalen sei die Zahl der ausgeschriebenen IT-Stellen leicht angestiegen. Gemessen am Schlußquartal 2002 habe es im ersten Quartal 2003 mit insgesamt 4.387 Jobofferten ein Plus von elf Prozent gegeben, berichtet die Fachzeitung unter Berufung auf Angaben der Adecco/EMC-Arbeitsmarktforscher. Hans Mitterholzer von Adecco/EMC warnte allerdings davor, die ersten positiven Anzeichen als eindeutige Trendwende zu werten. Es sei zu bedenken, daß die meisten Firmen im vierten Quartal die wenigsten neuen Mitarbeiter suchten. Aussichten auf Besserung könnten sich eher an die guten Zahlen aus der Industrie und das Ende des Irak-Kriegs knüpfen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im ersten Quartal 2003 rund 50 Prozent weniger Jobangebote. Besonders zurück-haltend waren Versicherungen und Banken. Der größte Arbeitgeber für Computerfachleute, die IT-Beratungs- und Softwarehäuser, verzeichnet ein Minus von 60 Prozent. Ebenfalls stark von der IT-Arbeitsmarktflaute be-troffen sind Datenbank- und Systemspezialisten.

(Quelle: http://www.heise.de/newsticker/data/cp-26.04.03-001/)

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4 Sonstiges

4.1 Mit IBM zum Supermarkt der Zukunft: Metro setzt auf Funktechnologie

Die Metro AG setzt in ihrem Rheinberger Future Shop zur Inventur auf die Radio-Frequency-Identification-Strategie (RFID) von IBM. Gemeinsam mit IBM, SAP, HP und Intel realisiert Metro den Supermarkt der Zu-kunft, in dem sämtliche Artikel mit RFID-Mikrochips ausgerüstet sind. Diese so genannten "Smart Tags" enthalten sämtliche produktbezogenen Informationen, die spezielle Lesegeräte automatisch abrufen. Die Informationen gelangen so in Echtzeit in das Warenwirtschaftssystem, so daß die Inventarisierung immer auf dem aktuellen Stand ist. IBM hat für die Metro AG ein Gesamtsystem entwickelt, daß von der RFID-Technologie über die Einbindung in das Warenwirtschaftssystem bis hin zu den Kassensystemen reicht. Der Softwarehersteller SAP liefert für dieses Projekt die entsprechenden Programme. Die Chips werden von Intel geliefert.

(Quelle: http://www.ibm.com/news/de/2003/04/28a.html)

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4.2 Sechs Milliarden Euro durch IT-Outsourcing verschwendet

Der westeuropäische Markt für IT-Dienstleistungen ist im Jahr 2002 um 0,11 Prozent geschrumpft. Das geht aus einer Studie des Marktforschers Gartner Group hervor. Beim Outsourcing war allerdings im Gegensatz zu allen anderen Segmenten ein Anstieg von 6,3 Prozent zu verzeichnen. Der Rückgang im gesamten IT-Markt ist haupt-sächlich auf 4,6 Prozent geringere Umsätze in den Sektoren Beratung, Entwicklung und Systemintegration zu-rückzuführen. Diese stark rückläufige Entwicklung hat sich aber relativ schwach auf den gesamten IT-Markt ausgewirkt, weil der Anteil dieser Sektoren im Vergleich zum Outsourcing klein ist. Bei Gartner meint man, die positive Entwicklung des IT-Outsourcing-Marktes sei ein Zeichen dafür, daß man mit soliden Outsourcing-Strategien durchaus Geld sparen kann. Die guten Zahlen verdeckten aber die harte Realität: Während der Out-sourcing-Markt immer weiter wachse, nehme die Zufriedenheit mit den erbrachten Leistungen stetig ab. Eine Umfrage unter hochrangigen Unternehmensvertretern aus Westeuropa habe ergeben, daß im Jahre 2001 noch 86 Prozent der Befragten mit den Ergebnissen aus dem Outsourcing zufrieden waren, aber nur noch 50 Prozent mit denen aus dem Jahr 2002. Sehr viel Geld werde verschwendet, weil die Dienstleister nicht genug über ihre Kunden und deren Bedürfnisse Bescheid wüßten. Outsourcing-Verträge seien häufig taktisch begründet und nicht auf lange Sicht geplant. Sechs Milliarden Euro sollen laut Gartner durch schlecht ausgearbeitete Verträge und mangelhafte Kundenbeziehungen den Bach heruntergegangen sein. Ein besonderes Übel seien die dürftigen Informationen über die Bedürfnisse der Kunden, die bis zu 15 Prozent zum Schaden eines Unternehmens beitra-gen könnten.
Roger Cox, Vice President IT Management Strategy and Planning Research bei Gartner, sagt: "Das derzeitige Management im IT-Dienstleistungssektor ist vergleichbar zu dem der Fertigungsindustrie um 1860." Es fehlten die notwendigen Kenntnisse im Umgang mit kontinuierlichem Outsourcing. Und die IT als ausgelagerte Indust-rie würde noch lange brauchen, um den nötigen Reifegrad zu erlangen. Outsourcing sei kein Allheilmittel. Mit-unter sei es besser nichts zu tun, als schlechtes Outsourcing zu betreiben.
Outsourcing könne sich aber nicht nur auf das technische Funktionieren eines Unternehmens positiv oder negativ auswirken. Auch wirtschaftliche Aspekte seien davon betroffen, schließlich wollten Analysten und Finanziers nicht nur das Unternehmen an sich, sondern auch deren hauptsächliche Zulieferer in Augenschein nehmen, um seinen Wert und seine Zukunftsaussichten zu bestimmen. Konsistenz und Zukunftsträchtigkeit der Outsourcing-Verträge beeinflußten die tatsächliche Bewertung maßgeblich.

(Quelle: http://www.heise.de/newsticker/data/ola-29.04.03-002/)

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4.3 Budgets für Outsourcing steigen um 50 Prozent

Die Budgets für Outsourcing in Deutschland werden in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent steigen. Die Ausgliederungen beschränken sich dabei nicht mehr nur auf einzelne Abteilungen der Firmen, sondern betreffen ganze Produktionsprozesse. Bisher intern erstellte Leistungen werden zunehmend von externen Zulieferern, so genannten Dienstleistungsfabriken, übernommen. Das Umsatzvolumen für dieses Business Process Outsourcing (BPO) wird dieses Jahr in Europa daher umgerechnet rund 200 Milliarden US-Dollar betragen. Zu diesen Ergeb-nissen kommt der "Managementkompaß Dienstleistungsfabrik" von Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Das Hauptmotiv für die Ausgliederung von Unternehmensprozessen ist offensichtlich die Verbesserung der Kostenstruktur und der Kostendisziplin im Unternehmen. Das bestätigten 59 Prozent der befragten Unter-nehmen. 42 Prozent der Unternehmen versprechen sich von der Konzentration auf ihre Kernkompetenzen Effi-zienzsteigerungen. Ebenso viele wollen durch Outsourcing ihren Service verbessern.
Mehr als ein Drittel aller Unternehmen will durch Outsourcing die Forschungs- und Entwicklungsarbeit intensi-vieren. 34 Prozent verfolgen mit der Ausgliederung von Geschäftsprozessen das Ziel, ihre Kapitalkosten zu sen-ken. Damit sich das Outsourcing für die Unternehmen lohnt, muß damit mindestens ein Fünftel der Kosten ein-gespart werden können. Die Kosten eines Outsourcing-Projekts, für Migration und Projektmanagement belaufen sich im Durchschnitt auf zwei bis sechs Prozent der erwarteten Kostenersparnis, die hierbei mit einkalkuliert werden müssen. Die höchsten Wachstumsraten zeichnen sich im Outsourcing von Basisdienstleistungen ab. 63 Prozent der befragten Unternehmen wollen einfache Dienste und Basisprozesse auslagern. Die Dienste und Pro-zesse übernehmen entweder eigenständige Tochterunternehmen oder externe Anbieter, wie die Dienstleistungs-fabriken. 54 Prozent wollen sich von Teilen ihrer Firmen- IT trennen oder diese komplett an externe Dienstlei-ster abgegeben. Fast jedes zweite Unternehmen plant zudem Outsourcing im Personalwesen.
Im Kundenservice, im Vertrieb und im Produktabsatz sind so gut wie keine Ausgliederungen geplant. Die Un-ternehmen sehen diese Bereiche nämlich als ihre Kernkompetenzen an, auf die sie sich in Zukunft voll und ganz konzentrieren wollen. Ausgelagert werden daher hauptsächlich Prozesse aus der Wertschöpfungskette der Un-ternehmen, die von externen Dienstleistern günstiger und effizienter hergestellt werden können. Vorbild ist dabei die Automobilindustrie. In diesem Bereich sind durchschnittlich 70 Prozent der Wertschöpfung eines Pkw zuge-kauft. Im deutschen Bankensektor beispielsweise sind es dagegen nur 20 Prozent.

(Quelle: http://www.sap.info/index.php4?ACTION=noframe&url=http://www.sap.info/public/de/news.php4/Category-28813c6138d029be8/page/0/open)

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4.4 SAP-Kongreß für Unternehmensportale und Integrationstechnologie

Wo's läuft, läuft's...unter diesem Motto laden wir Sie herzlich ein zum SAP Kongreß für Unternehmensportale und Integrationstechnologie vom 7.-8. Mai 2003 in Berlin.
Im Bestreben nach Wettbewerbsvorteilen und Steigerung der Profitabilität müssen Unternehmen ihre System-kosten senken, um mehr Freiraum für Investitionen zu gewinnen. Gleichzeitig erfordern heterogene Systemland-schaften eine Integration über technologische und organisatorische Grenzen hinweg, damit Geschäftsprozesse zukünftig noch effizienter ablaufen können. Erfahren Sie auf unserem Kongreß, wie Sie diese Herausforderun-gen mit mySAP™ Enterprise Portal und SAP NetWeaver™ meistern und welche Vorteile die neue Enterprise Services Architecture für Ihre IT-Strategien bietet. Mit SAP NetWeaver bietet die SAP eine umfassende Integra-tions- und Anwendungsplattform, die die Komplexität von Integrationsprojekten reduziert und Projektlaufzeiten verkürzt. Dabei sorgt SAP NetWeaver für die nötige Flexibilität Ihrer Infrastruktur und erlaubt eine noch schnel-lere Anpassung Ihrer Prozesse an veränderte Marktsituationen. Richtige Entscheidungen erfordern die richtigen Informationen zur richtigen Zeit. mySAP Enterprise Portal bietet einen rollenbasierenden Zugriff auf alle erfor-derlichen Daten und beschleunigt Unternehmensabläufe durch eine bessere Bereitstellung und Verteilung von Informationen. mySAP Enterprise Portal und SAP NetWeaver führen Menschen, Informationen und Prozesse technologie- und unternehmensübergreifend zusammen. Nutzen Sie diese Potenziale, damit es auch in Ihrem Un-ternehmen "läuft" wie noch nie. Tauschen Sie sich aus mit SAP-Anwendern, Experten und unseren Partnern und sprechen Sie mit uns über den Bedarf und die Anforderungen der IT-Strategie Ihres Unternehmens.
Wir freuen uns auf zwei erfolgreiche Tage zusammen mit Ihnen in Berlin. Weitere Informationen finden Sie un-ter www.sap.de/enterpriseportal und www.sap.de/netweaver. SAP-Kongreß für Unternehmensportale und Integ-rationstechnologie 07. - 08. Mai 2003, Estrel Convention Center, Berlin.

(Quelle: http://www.sap-ag.de/germany/events/070503_Unternehmensportale/index.asp)

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