ERS-IT-News Juni 2003
- Fachliches
1.1 GDPdU: AIS TaxAudit von AUDICON ist jetzt verfügbar
1.2 Gute Perspektiven für digitale Signatur
- IT-Systeme und IT-Infrastruktur
2.1 Die Lochkarte erlebt ein Comeback
2.2 Aus dem Testlabor: Linux-PC von Vobis für 399 Euro
2.3 Neue und alte Sicherheitslücken beunruhigen Windows-Nutzer
- Branchen-News
3.1 25 Milliarden Euro Zuwachs bis 2006 durch moderate Senkung der Piraterierate möglich
3.2 Experte: Umstellung auf E-Government spart Kosten
- Sonstiges
4.1 PC-Überwachung am Arbeitsplatz wird akzeptiert
4.2 Bundeskanzler Schröder: I+K-Technologien als Reformmotor
1 Fachliches
1.1 GDPdU: AIS TaxAudit von AUDICON ist jetzt
verfügbar
AIS TaxAudit von Audicon schützt vor
Überraschungen bei der digitalen Betriebsprüfung
Die Finanzverwaltung prüft seit dem 1. Januar 2002 nach
den GDPdU auch digital. Sie hat dazu alle 14.000 Betriebsprüfer
mit IDEA und der
Importsoftware SmartX von Audicon ausgestattet. Mit der auf IDEA
und SmartX
basierenden AIS TaxAudit ist jetzt die wesentliche Erweiterung verfügbar,
die mit
einer Vielzahl automatisierter Prüfungsmakros nahezu alle Bereiche
der
verschiedenen Betriebsprüfungen abdeckt. Sie vereinfacht die
digitale Prüfung
durch eine leicht verständliche Oberfläche und führt
den Anwender workflowgesteuert
durch die einzelnen Prüfungsphasen.
AIS (AUDICON Information Suite) TaxAudit analysiert die Daten für
die Betriebsprüfung, Lohnsteuer-Außenprüfung und
die Umsatzsteuer-Sonderprüfung. Die Software ermöglicht
die vollständige Prüfung relevanter Prüffelder unter
einer ergonomisch gestalteten, einfach zu bedienenden Benutzeroberfläche.
Der Anwender wählt die Prüfungsschritte aus und importiert
die dazu notwendigen
steuerrelevanten Daten in dem vom BMF (Bundesministerium der Finanzen)
empfohlenen Beschreibungsstandard. Danach erhält er als Ergebnis
einen Prüfbericht
zur weiteren materiellen Auswertung. Ausgerüstet mit AIS TaxAudit
und IDEA können
Unternehmen eine digitale Betriebsprüfung simulieren und mögliche
Fehler in ihren
steuerlichen Daten ermitteln und beseitigen.
http://www.audicon.net/
http://www.audicon.net/downloads/company/Audicon_AIS-TaxAudit_170403.pdf
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1.2 Gute Perspektiven für digitale Signatur
Die elektronische Unterschrift hat in Deutschland gute Zukunftsaussichten.
Dies ist eines der Ergebnisse des BSI-Kongresses, auf dem am Mittwoch
in Bonn Fachleute über die Perspektiven des vom Bundesinnenministerium
initiierten Bündnisses für elektronische Signaturen diskutierten.
Zwar gebe es zurzeit keine so genannte Killerapplikation, doch seien
verschiedene chancenreiche Projekte in Gang. So werde beispielsweise
die Deutsche Bank noch
in diesem Jahr rund 10.000 Karten für das Online-Banking mit
digitaler Signatur ausgeben; 2004 sollen dann alle EC-Karten mit
einem signaturfähigen Chip versehen werden. Martin Schallbruch,
IT-Direktor des Bundesinnenministeriums, bezeichnete das Signaturbündnis
als eine "zusammengesetzte Killerapplikation", die aus
den Synergien vieler verschiedener Projekte entstehe. Dabei komme
es vor allem auf Interoperabilität der verschiedenen Signaturen
untereinander an. So solle zum Beispiel der elektronische Dienstausweis
nicht nur verwaltungsintern, sondern auch extern einsetzbar sein.
Potenzial bescheinigten die Diskussionsteilnehmer auch der elektronischen
Signatur für Firmen; hier müsse Deutschland Ländern
wie Dänemark, Spanien oder den Niederlanden folgen, wo nicht
nur natürliche Personen, sondern auch Unternehmen eine qualifizierte
digitale Signatur erhielten, die dann im Behördenverkehr genutzt
werden könne.
(Quelle: http://www.ihk-newsletter.de/aktuell/200305/16_002.html)
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2 IT-Systeme und IT-Infrastruktur
2.1 Die Lochkarte erlebt ein Comeback
Die Lochkarte erlebt derzeit bei IBM im Mini-Format als "Millipede"
ein Comeback. Foto: IBM
Hamburg (rpo). Eigentlich steht die Lochkarte für längst
vergangene Zeiten in der Computertechnik. Sollte man meinen. Bei
IBM erlebt das ausgemusterte Relikt jetzt jedoch eine Renaissance
- als Datenspeicher von morgen.
Wie in einer miniaturisierten babylonischen Keilschrift stanzen
die IBM-Forscher um Nobelpreisträger Gerd Binnig Bits und Bytes
mit winzigen Nano-Nadeln in einen dünnen Plastikfilm - und
können so auf demselben Raum 20 Mal mehr Informationen unterbringen
als die derzeit besten Magnetspeicher.
Der "Millipede" (Tausendfüßler) soll einmal
tausende heißer Nadeln vereinen, die jeweils nur zehn Nanometer
(millionstel Millimeter) kleine Krater in das Plastik schmelzen.
Knapp 400 Megabyte schrumpfen so auf die Größe eines
einzelnen Stanzlochs der klassischen Lochkarte. Der Inhalt von 25
DVDs ließe sich auf die Fläche einer Briefmarke quetschen.
"Während herkömmliche Speichertechniken bald an fundamentale
Grenzen stoßen könnten, bietet dieser nanomechanische
Ansatz das Potenzial für eine tausendfach höhere Datendichte",
erläutert Binnig.
Bei der Eroberung der Nanowelt gewinnt die Mechanik an zahlreichen
Stellen Bedeutung. Viele bislang übliche Verfahren werden in
den schrumpfenden Dimensionen immer aufwendiger und teurer. Dabei
stoßen sie nicht nur an ökonomische, sondern auch an
physikalische Grenzen.
Nach einer von Intel-Gründer Gordon Moore aufgestellten Vorhersage
verdoppelt sich die Zahl der Transistoren auf den Siliziumchips
alle 18 Monate. Will die Chipindustrie dieses "Mooresche Gesetz"
weiterhin erfüllen und damit das rasante Entwicklungstempo
wahren, muss sie die Abmessungen der Schaltelemente alle drei Jahre
halbieren. Schon heute liegen jedoch die üblicherweise mit
Licht in einen Fotolack eingebrannten Strukturen in der Größenordnung
von bis zu 100 Nanometern. Viel weniger ist nach den Gesetzen der
Optik mit dieser optischen Lithographie nicht drin.
"Nanotechnologie ist in aller Munde, aber ihre Kommerzialisierung
hängt entscheidend von unseren Fertigungsmöglichkeiten
ab", argumentiert der US-Ingenieur Stephen Chou von der Princeton-
Universität im US-Fachmagazin "Technology Review".
Chou gilt als Vorreiter einer Methode, die nach Ansicht des Blattes
die Nanoproduktion revolutionieren könnte: Er prägt die
Chip-Strukturen mit einem Stempel ins Silizium.
Mit einem kräftigen Laserblitz schmilzt Chou dazu das Silizium
an und presst dann einen Glasstempel in das weiche Material. Wie
der Forscher im vergangenen Jahr im britischen Fachjournal "Nature"
(Bd. 417, S. 835) berichtete, lassen sich so in Sekundenbruchteilen
Muster mit einer Auflösung von weniger als 10 Nanometern erzeugen.
Aufwendig ist nur die einmalige Herstellung des Stempels.
"Grundsätzlich sind Stempelverfahren im Kommen",
urteilt Christian Röthig, Geschäftsführer des Karlsruher
Zentrums für funktionale Nanostrukturen. "Sie haben den
Vorteil, dass sich beliebige Muster parallel herstellen lassen,
wobei sie die optischen Grenzen leicht unterschreiten." Zudem
ist das an den Buchdruck erinnernde Verfahren technisch simpel und
daher vergleichsweise günstig. "Im Grunde ist das die
Methode, mit der auch CDs gepresst werden", erläutert
Röthig.
Die Aachener Gesellschaft für angewandte Mikro- und Optoelektronik
(AMO) hat diese Gutenberg-Technik derweil so weiterentwickelt, dass
sie auch bei Raumtemperatur funktioniert. Davon versprechen sich
die Forscher eine höhere Präzision beim Prägen, weil
sich das Silizium nicht mehr hitzebedingt verzieht. "Wir pressen
einen Quarzglas- Stempel in einen dünnflüssigen Prägelack
auf dem Silizium", erläutert AMO-Physiker Boris Vratzov.
Mit UV-Licht wird der Lack gehärtet, der entstandene dreidimensionale
Abdruck lässt sich anschließend mit einer speziellen
Technik ins Silizium ätzen. Strukturen von bis zu 20 Nanometern
seien so günstig zu erzeugen.
"Es ist gewagt zu behaupten, dass sich mit den Stempelmethoden
die Herstellungsverfahren in der Halbleiterindustrie ersetzen lassen",
schränkt Vratzov zwar ein. "Aber es werden auch zahlreiche
neue Anwendungen möglich." So könnten sich mit der
Methode beispielsweise billig Plastikchips prägen lassen, die
künftig statt gewöhnlicher Preisetiketten auf Lebensmitteln
im Supermarkt kleben und per Funkübertragung das Kassieren
überflüssig machen sollen.
(Quelle: http://www.rp-online.de/public/article.tng.hbs/multimedia/hardware/8549)
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2.2 Aus dem Testlabor: Linux-PC von Vobis
für 399 Euro
München (jr) Die Computer-Kette Vobis bringt heute
eine Neuauflage ihres 399-Euro-PCs in die Läden, auf dem SuSE
Linux 8.1 anstelle eines Microsoft-Betriebssystems vorinstalliert
ist. Wir hatten die Gelegenheit, im Testlabor einen kurzen Blick
auf das System zu werfen.
Die Hardware des Angebots-PC besteht aus einem VIA KM266-basierten
Motherboard mit Duron 1,3 GHz, 256 MByte DDR-SDRAM, einer ATI Radeon
7000, einem DVD-ROM-Laufwerk von Matsushita und einer 40 GByte großen
Fireball-Festplatte von Maxtor.
Ungewöhnlich für diese Geräteklasse ist die aktuelle
Southbridge 8235 von VIA auf dem Mainboard, die neben Ultra-ATA-133
einen Netzwerk-Controller und drei USB-2.0-Kanäle bietet. Tastatur
und Zwei-Tasten-Maus liegen bei. Das ist erwähnenswert, da
X-Windows eigentlich drei Tasten voraussetzt und so die mittlere
Taste per gleichzeitigem Druck auf beide Tasten emulieren muss.
Installation mit Updates - und USB-2.0-Fehlern
Das nicht mehr ganz taufrische SuSE 8.1 unterstützt die Hardware
nicht vollständig, weshalb die Vobis-Konfiguration bereits
einige Updates enthält. Unser Funktionstest ergab ein überwiegend
positives Bild: Die Festplatte war auf den schnellst möglichen
Ultra-DMA-Modus konfiguriert, die 3D-Beschleunigung der Grafikkarte
war aktiviert.
Lediglich das DVD-Laufwerk wurde im Auslieferungs-Zustand mit dem
langsamen PIO-4-Modus betrieben, was sich aber leicht beheben lässt.
Probleme bereitet allerdings der USB-Controller: USB-2.0-Geräte
laufen zwar mit voller Geschwindigkeit, es hapert aber mit der Zuverlässigkeit.
Mitunter werden angesteckte Geräte nicht ins System eingebunden,
weil die Verbindung schon während der Initialisierung unterbrochen
wird. Offensichtlich fehlt hier der passende Patch von der VIA-Supportseite.
Das Neukompilieren des USB-Treibermoduls stellt für alte Linux-Hasen
kein großes Problem dar, Linux-Einsteiger hingegen dürften
an dieser Aufgabe scheitern. Das liegt allerdings auch daran, dass
Vobis bei seiner Vorinstallation den Compiler und die Kernel-Sourcen
weggelassen hat.
Dauerhaft leises Linux-Arbeitstier
Die Leistung des Systems kann sicher nicht zu Begeisterungsstürmen
hinreißen, für Standard-Anwendungen ist sie aber mehr
als ausreichend. Bemerkenswert ist, dass der Rechner auch unter
Stress angenehm leise bleibt: Zwischen 1,8 und 2,4 sone registrierte
das Messgerät abhängig von Rechenlast und Temperatur.
Fazit: Vobis war noch nie Bill Gates' bester Freund - so erscheint
der Linux-PC als logischer Schritt. Schade nur, dass der Versuch
am billigsten Ende des Produkt-Portfolios ansetzt, und mit den Patzern
in Sachen Maus und USB-Unterstützung nervt. Dennoch könnte
Vobis mit solchen Angeboten einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung
von Linux leisten.
(Quelle: http://www.chip.de/news/c_news_10516153.html)
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2.3 Neue und alte Sicherheitslücken beunruhigen
Windows-Nutzer
Der Internet Explorer 6.0 unter Windows 2000 erlaubt einmal mehr
das Einschleusen und Ausführen von beliebigem Code. Eine präparierte
HTML-Seite öffnet Frames mit Aufrufen, um lokale Dateien zu
öffnen oder zu starten. So weit kein Problem, da zu jedem Aufruf
explizit die Bestätigung des Benutzers erforderlich ist. Problematisch
wird es, wenn mehr als 200 Frames mit solchen Aufrufen geöffnet
werden. Dies flutet die Tabelle, in der die Sicherheitszonen verwaltet
werden. Der Internet Explorer unterscheidet dann nicht mehr zwischen
"Internet" und "lokalem Intranet", sondern führt
weitere Aufrufe ohne Bestätigung des Benutzers aus. Ein Angreifer
könnte in den Aufrufen nun Download und Installation eines
Trojaners verstecken. Erste Demo-Exploits hierzu kursieren schon
im Internet. Ein Patch ist noch nicht verfügbar.
Die Kaspersky-Labs warnen vor dem neuen Trojaner StartPage,
der sich als Mass-Mailer bemerkbar macht. Nach Angaben der Virenforscher
wurde in Russland Anfang der Woche eine Spam-Flut durch den Schädling
verursacht. StartPage macht sich eine alte Schwachstelle im Internet
Explorer 5.0 zunutze. Durch die falsche Behandlung von IFRAMES können
beliebige Programme ausgeführt werden. Benutzer des IE 5.0,
die aufgrund der eingangs beschriebenen Schwachstelle nun nicht
mehr auf IE 6.0 upgraden wollen, können Version 5.5 mit allen
erforderlichen Patches einsetzen.
Totgesagte leben länger. Auch Outlook Express 6.0 bleibt nicht
verschont, auf Securityfocus wurde ein Bug
in der Behandlung von HTML-Mails veröffentlicht.Offenbar handelt
es sich um eine alte
Schwachstelle im WebBrowser Control und dem Media Player 7.01/8.0,
die nie korrigiert wurde. In HTML-Mails eingebettete Aufrufe zu
anderen Media-Dateien vom Typ Audio/ASF können verwendet werden,
um unbemerkt Dateien auf dem System zu installieren und auszuführen.
Ein Patch existiert nicht, eine Schutzmöglichkeit besteht aber
darin, sich E-Mails als "Nur Text" anzeigen zu lassen.
Unter Extras/Optionen/Lesen muss dazu im Feld "Nachricht lesen"
die Option "Alle Nachrichten als Nur-Text lesen" aktiviert
sein.
(Quelle: http://www.heise-online.de/newsticker/data/dab-22.05.03-000/)
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3 Branchen-News
3.1 25 Milliarden Euro Zuwachs bis 2006 durch
moderate Senkung der Piraterierate möglich
IDC-Studie belegt rasantes Wachstum der deutschen Wirtschaft durch
verbesserten Urheberrechtsschutz
München, 02. April 2003 -- Zu einem aussichtsreichen Ergebnis
kommt das Marktforschungsinstitut IDC in der weltweit ersten Studie
über die gesamtwirtschaftlichen Folgen der Softwarepiraterie.
Durch eine zehnprozentige Senkung der Piraterierate von derzeit
34 Prozent auf 24 Prozent bis zum Jahr 2006 könnten demnach
allein in Deutschland 40.000 zusätzliche Arbeitsplätze
in der IT-Branche geschaffen werden. Insgesamt könnten in der
deutschen IT-Industrie bis 2006 rund 730.000 Menschen arbeiten.
Steuermehreinnahmen von 4,1 Milliarden Euro und eine Steigerung
des Bruttoinlandprodukts um 18,9 Milliarden Euro* wären weitere
Auswirkungen einer Eindämmung von Softwarepiraterie. Ohne diese
Entwicklung würde die IT-Branche in Deutschland bis 2006 immerhin
von 60,7 Milliarden (Stand 2002) auf 80,4 Milliarden Euro anwachsen.
Während bei gleichbleibender Raubkopierate der IT-Markt bis
2006 sich um 32 Prozent auf 94.000 Unternehmen mit 690.000 Mitarbeitern
steigern könnte, würde ein Senken des Volumens an illegaler
Software ein Wachstum von 41 Prozent bedeuten. Einheimische Unternehmen
profitieren von der zehnprozentigen Reduzierung der Piraterierate
durch ein Umsatzplus von fast 15 Milliarden Euro.
In der von BSA in Auftrag gegebenen Studie untersuchte IDC den
wirtschaftlichen Einfluss der Informationstechnologiebranche in
57 Ländern, die weltweit 98 Prozent des globalen IT-Marktes
ausmachen. Alleine für Westeuropa entstünden durch die
Reduzierung der Piraterierate um 10 Prozent in den nächsten
4 Jahren 200.000 zusätzliche High-Tech Jobs. Insgesamt würde
dieser Sektor so um eine Millionen neuer Arbeitsplätze wachsen,
wodurch eine Stärkung der IT-Industrie erreicht würde.
Die Steuereinnahmen stiegen um 20 Milliarden Euro.
"Erst wenn lokale Unternehmer eine sichere Chance haben, ihre
Produkte wirklich zu verkaufen und vor dem Diebstahl ihres geistigen
Eigentums geschützt werden, können sie damit auch Profit
erzielen. Nur so können Unternehmen wachsen und mehr Mitarbeiter
einstellen. In Folge erhält die einheimische Wirtschaft einen
zusätzlichen Impuls durch größere Ausgaben und gleichzeitig
steigende Steuereinnahmen. Der Schutz von geistigem Eigentum öffnet
damit Möglichkeiten für Arbeitnehmer, Firmen und Staat
gleichermaßen", erklärt Georg Herrnleben, Regional
Manager für Zentraleuropa der BSA.
Der Nutzen durch die Reduzierung der Piraterierate variiert von
Region zu Region: So wurde in Ländern mit einer relativ niedrigen
Raubkopierate deutlich, wie sehr der verstärkte Schutz des
geistigen Eigentums zur wirtschaftlichen Prosperität beiträgt.
So konnte der IT Markt in Großbritannien - mit 25 Prozent
der niedrigste Anteil raubkopierter Software in Westeuropa - die
stärksten Zuwachsraten verbuchen: zwischen 1995 und 2001 legte
der Softwaresektor um 55 Prozent an Volumen zu. Durch ihre großen
IT-Sektoren können Länder mit niedrigen Piraterieraten
deshalb - absolut gerechnet - den größten Nutzen erzielen.
Ein rasantes relatives Wachstum ihrer IT-Branchen können dagegen
Länder erwarten, die ihre vergleichsweise hohen Piraterieraten
erst kürzlich stark gesenkt haben. Für Spanien, wo die
Raubkopierate seit 1996 um 16 Prozentpunkte fiel, prognostiziert
IDC für die nächsten vier Jahre ein dreimal schnelleres
Wachstum des Softwaresektors als im Zeitraum von 1995 bis 2001.
In Irland, das mit 28 Prozent den stärksten Abfall der Piraterierate
verbuchen kann, lag das Wachstum des IT-Sektors im westeuropäischen
Vergleich auf Rang drei.
(Quelle: http://www.bsa.de/presse/aktuell/020403.php)
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3.2 Experte: Umstellung auf E-Government spart
Kosten
Dortmund (ddp) Die Umstellung der öffentlichen
Verwaltung auf das Internet kann nach Ansicht von Experten zu deutlichen
Einsparungen in den Kommunen führen. "Gerade angesichts
der knappen Kassen können Städte und Gemeinden durch ihre
Zusammenarbeit beim E-Government viele Kosten sparen", sagte
Jan Neuhaus vom Fraunhofer E-Government-Zentrum.
Nach den Worten Neuhaus' wird es noch zwei bis drei Jahre dauern,
ehe die nötige technische Infrastruktur für E-Government
weitgehend umgesetzt ist. "Hier brauchen wir vor allem eine
Standardisierung der Technik", erklärte der Informatiker.
Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie Daten auf einem sicheren
Niveau ausgetauscht werden können. Zudem müsse ein einheitliches
Verfahren für die digitale Signatur gefunden werden. Wie am
Geldautomaten sollen sich Nutzer von E-Government-Angeboten damit
über eine Chipkarte und ein Lesegerät an ihrem PC identifizieren.
Den größten monetären Nutzen von E-Government sieht
der Experte dabei weniger für den Privatmann als für Firmeninhaber.
So könnte etwa ein Autohaus die Anmeldung von mehreren Wagen
elektronisch abwickeln - das spart der Firma Arbeitszeit sowie dem
Kunden Zeit und Kosten.
(Quelle: http://www.chip.de/news/c_news_10521478.html?tid1=9226&tid2=0)
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4 Sonstiges
4.1 PC-Überwachung am Arbeitsplatz wird
akzeptiert
München (smk) Nahezu jeder zehnte Chef kontrolliert
den E-Mail-Verkehr seiner Angestellten am PC-Arbeitsplatz. Nach
einer Umfrage des Magazins "Capital" unter den IT-Verantwortlichen
der 250 größten Unternehmen in Deutschland sind die Befragten
der Meinung, dass die Mitarbeiter noch nicht genug überwacht
werden.
Dem Bericht des Magazins zufolge gibt es in mehr als der Hälfte
der deutschen Großkonzerne zudem ein Verbot, den Büro-Rechner
für private Ausflüge ins Internet oder für persönliche
E-Mails zu nutzen. Bei Missachtung dieser Regelungen droht laut
"Capital" die Versetzung an einen Arbeitsplatz ohne Computer
und schlimmstenfalls die Kündigung.
Mehrheit akzeptiert Kontrolle am Arbeitsplatz
Mehr als die Hälfte der Deutschen hat für die Kontrolle
von Mitarbeitern an PC-Arbeitsplätzen Verständnis. Wie
die Marktforscher von Emnid in einer Umfrage für die Zeitschrift
"auf einen Blick" ermittelten, werden entsprechende Überwachungsmaßnahmen
von nur 30 Prozent abgelehnt.
Die Akzeptanz von Überwachungs-Software ist der Studie zufolge
bei jungen Menschen höher als bei älteren. Während
nur ein Viertel der 14- bis 29-Jährigen Kontroll-Maßnahmen
ablehnt, sind von den über 60-Jährigen 39 Prozent dagegen.
(Quelle: http://www.chip.de/news/c_news_10518197.html?tid1=9238&tid2=0)
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4.2 Bundeskanzler Schröder: I+K-Technologien
als Reformmotor
Informations- und Kommunikationstechnologien sind ein Motor der
zur Modernisierung Deutschlands notwendigen Reformen und sollen
neue Impulse für Wachstum und Beschäftigung auslösen.
Dies erklärten Bundeskanzler
Gerhard Schröder und Erwin Staudt, Vorstandsvorsitzender der
Initiative D 21, anlässlich
einer Beiratssitzung der Initiative D21 gestern in Berlin. Schröder
und Staudt bezeichneten die Informations- und Kommunikationstechnologien
als maßgebliche Instrumente für mehr Effizienz und Fortschritt
in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit und Bildung. Der derzeitige
Wachstumsrückgang der I+K-Branche entspreche nicht der Entwicklung
der Informationsgesellschaft. "Die neuen Medien bleiben der
Motor für Wachstum und Innovation. Das Internet ist das Werkzeug
der Reformen", so Staudt. Auch der für die Informationsgesellschaft
zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen, der als Gast an der
Sitzung teilnahm, betonte, dass die I+K-Branche trotz momentaner
finanzieller Schwierigkeiten in außerordentlicher Weise zur
Erhöhung der wirtschaftlichen Effizienz beitragen könne.
Eine Einschätzung, die von Experten bestätigt wurde: Die
Einbindung der Informations- und Kommunikationstechnologien in die
Geschäftsprozesse der Unternehmen führe insgesamt zu einer
Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.
(Quelle: http://www.ihk-newsletter.de/aktuell/200305/09_001.htm)
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