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ERS-IT-News Juni 2003

  1. Fachliches
    1.1 GDPdU: AIS TaxAudit von AUDICON ist jetzt verfügbar
    1.2 Gute Perspektiven für digitale Signatur


  2. IT-Systeme und IT-Infrastruktur
    2.1 Die Lochkarte erlebt ein Comeback
    2.2 Aus dem Testlabor: Linux-PC von Vobis für 399 Euro
    2.3 Neue und alte Sicherheitslücken beunruhigen Windows-Nutzer


  3. Branchen-News
    3.1 25 Milliarden Euro Zuwachs bis 2006 durch moderate Senkung der Piraterierate möglich
    3.2 Experte: Umstellung auf E-Government spart Kosten


  4. Sonstiges
    4.1 PC-Überwachung am Arbeitsplatz wird akzeptiert
    4.2 Bundeskanzler Schröder: I+K-Technologien als Reformmotor

1 Fachliches

1.1 GDPdU: AIS TaxAudit von AUDICON ist jetzt verfügbar

AIS TaxAudit von Audicon schützt vor
Überraschungen bei der digitalen Betriebsprüfung

Die Finanzverwaltung prüft seit dem 1. Januar 2002 nach
den GDPdU auch digital. Sie hat dazu alle 14.000 Betriebsprüfer mit IDEA und der
Importsoftware SmartX von Audicon ausgestattet. Mit der auf IDEA und SmartX
basierenden AIS TaxAudit ist jetzt die wesentliche Erweiterung verfügbar, die mit
einer Vielzahl automatisierter Prüfungsmakros nahezu alle Bereiche der
verschiedenen Betriebsprüfungen abdeckt. Sie vereinfacht die digitale Prüfung
durch eine leicht verständliche Oberfläche und führt den Anwender workflowgesteuert
durch die einzelnen Prüfungsphasen.
AIS (AUDICON Information Suite) TaxAudit analysiert die Daten für die Betriebsprüfung, Lohnsteuer-Außenprüfung und die Umsatzsteuer-Sonderprüfung. Die Software ermöglicht die vollständige Prüfung relevanter Prüffelder unter einer ergonomisch gestalteten, einfach zu bedienenden Benutzeroberfläche.
Der Anwender wählt die Prüfungsschritte aus und importiert die dazu notwendigen
steuerrelevanten Daten in dem vom BMF (Bundesministerium der Finanzen)
empfohlenen Beschreibungsstandard. Danach erhält er als Ergebnis einen Prüfbericht
zur weiteren materiellen Auswertung. Ausgerüstet mit AIS TaxAudit und IDEA können
Unternehmen eine digitale Betriebsprüfung simulieren und mögliche Fehler in ihren
steuerlichen Daten ermitteln und beseitigen.

http://www.audicon.net/
http://www.audicon.net/downloads/company/Audicon_AIS-TaxAudit_170403.pdf

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1.2 Gute Perspektiven für digitale Signatur

Die elektronische Unterschrift hat in Deutschland gute Zukunftsaussichten. Dies ist eines der Ergebnisse des BSI-Kongresses, auf dem am Mittwoch in Bonn Fachleute über die Perspektiven des vom Bundesinnenministerium initiierten Bündnisses für elektronische Signaturen diskutierten. Zwar gebe es zurzeit keine so genannte Killerapplikation, doch seien verschiedene chancenreiche Projekte in Gang. So werde beispielsweise die Deutsche Bank noch in diesem Jahr rund 10.000 Karten für das Online-Banking mit digitaler Signatur ausgeben; 2004 sollen dann alle EC-Karten mit einem signaturfähigen Chip versehen werden. Martin Schallbruch, IT-Direktor des Bundesinnenministeriums, bezeichnete das Signaturbündnis als eine "zusammengesetzte Killerapplikation", die aus den Synergien vieler verschiedener Projekte entstehe. Dabei komme es vor allem auf Interoperabilität der verschiedenen Signaturen untereinander an. So solle zum Beispiel der elektronische Dienstausweis nicht nur verwaltungsintern, sondern auch extern einsetzbar sein. Potenzial bescheinigten die Diskussionsteilnehmer auch der elektronischen Signatur für Firmen; hier müsse Deutschland Ländern wie Dänemark, Spanien oder den Niederlanden folgen, wo nicht nur natürliche Personen, sondern auch Unternehmen eine qualifizierte digitale Signatur erhielten, die dann im Behördenverkehr genutzt werden könne.

(Quelle: http://www.ihk-newsletter.de/aktuell/200305/16_002.html)

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2 IT-Systeme und IT-Infrastruktur

2.1 Die Lochkarte erlebt ein Comeback

Die Lochkarte erlebt derzeit bei IBM im Mini-Format als "Millipede" ein Comeback. Foto: IBM
Hamburg (rpo). Eigentlich steht die Lochkarte für längst vergangene Zeiten in der Computertechnik. Sollte man meinen. Bei IBM erlebt das ausgemusterte Relikt jetzt jedoch eine Renaissance - als Datenspeicher von morgen.
Wie in einer miniaturisierten babylonischen Keilschrift stanzen die IBM-Forscher um Nobelpreisträger Gerd Binnig Bits und Bytes mit winzigen Nano-Nadeln in einen dünnen Plastikfilm - und können so auf demselben Raum 20 Mal mehr Informationen unterbringen als die derzeit besten Magnetspeicher.

Der "Millipede" (Tausendfüßler) soll einmal tausende heißer Nadeln vereinen, die jeweils nur zehn Nanometer (millionstel Millimeter) kleine Krater in das Plastik schmelzen. Knapp 400 Megabyte schrumpfen so auf die Größe eines einzelnen Stanzlochs der klassischen Lochkarte. Der Inhalt von 25 DVDs ließe sich auf die Fläche einer Briefmarke quetschen. "Während herkömmliche Speichertechniken bald an fundamentale Grenzen stoßen könnten, bietet dieser nanomechanische Ansatz das Potenzial für eine tausendfach höhere Datendichte", erläutert Binnig.

Bei der Eroberung der Nanowelt gewinnt die Mechanik an zahlreichen Stellen Bedeutung. Viele bislang übliche Verfahren werden in den schrumpfenden Dimensionen immer aufwendiger und teurer. Dabei stoßen sie nicht nur an ökonomische, sondern auch an physikalische Grenzen.

Nach einer von Intel-Gründer Gordon Moore aufgestellten Vorhersage verdoppelt sich die Zahl der Transistoren auf den Siliziumchips alle 18 Monate. Will die Chipindustrie dieses "Mooresche Gesetz" weiterhin erfüllen und damit das rasante Entwicklungstempo wahren, muss sie die Abmessungen der Schaltelemente alle drei Jahre halbieren. Schon heute liegen jedoch die üblicherweise mit Licht in einen Fotolack eingebrannten Strukturen in der Größenordnung von bis zu 100 Nanometern. Viel weniger ist nach den Gesetzen der Optik mit dieser optischen Lithographie nicht drin.

"Nanotechnologie ist in aller Munde, aber ihre Kommerzialisierung hängt entscheidend von unseren Fertigungsmöglichkeiten ab", argumentiert der US-Ingenieur Stephen Chou von der Princeton- Universität im US-Fachmagazin "Technology Review". Chou gilt als Vorreiter einer Methode, die nach Ansicht des Blattes die Nanoproduktion revolutionieren könnte: Er prägt die Chip-Strukturen mit einem Stempel ins Silizium.

Mit einem kräftigen Laserblitz schmilzt Chou dazu das Silizium an und presst dann einen Glasstempel in das weiche Material. Wie der Forscher im vergangenen Jahr im britischen Fachjournal "Nature" (Bd. 417, S. 835) berichtete, lassen sich so in Sekundenbruchteilen Muster mit einer Auflösung von weniger als 10 Nanometern erzeugen. Aufwendig ist nur die einmalige Herstellung des Stempels.

"Grundsätzlich sind Stempelverfahren im Kommen", urteilt Christian Röthig, Geschäftsführer des Karlsruher Zentrums für funktionale Nanostrukturen. "Sie haben den Vorteil, dass sich beliebige Muster parallel herstellen lassen, wobei sie die optischen Grenzen leicht unterschreiten." Zudem ist das an den Buchdruck erinnernde Verfahren technisch simpel und daher vergleichsweise günstig. "Im Grunde ist das die Methode, mit der auch CDs gepresst werden", erläutert Röthig.

Die Aachener Gesellschaft für angewandte Mikro- und Optoelektronik (AMO) hat diese Gutenberg-Technik derweil so weiterentwickelt, dass sie auch bei Raumtemperatur funktioniert. Davon versprechen sich die Forscher eine höhere Präzision beim Prägen, weil sich das Silizium nicht mehr hitzebedingt verzieht. "Wir pressen einen Quarzglas- Stempel in einen dünnflüssigen Prägelack auf dem Silizium", erläutert AMO-Physiker Boris Vratzov. Mit UV-Licht wird der Lack gehärtet, der entstandene dreidimensionale Abdruck lässt sich anschließend mit einer speziellen Technik ins Silizium ätzen. Strukturen von bis zu 20 Nanometern seien so günstig zu erzeugen.

"Es ist gewagt zu behaupten, dass sich mit den Stempelmethoden die Herstellungsverfahren in der Halbleiterindustrie ersetzen lassen", schränkt Vratzov zwar ein. "Aber es werden auch zahlreiche neue Anwendungen möglich." So könnten sich mit der Methode beispielsweise billig Plastikchips prägen lassen, die künftig statt gewöhnlicher Preisetiketten auf Lebensmitteln im Supermarkt kleben und per Funkübertragung das Kassieren überflüssig machen sollen.

(Quelle: http://www.rp-online.de/public/article.tng.hbs/multimedia/hardware/8549)

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2.2 Aus dem Testlabor: Linux-PC von Vobis für 399 Euro

München (jr) – Die Computer-Kette Vobis bringt heute eine Neuauflage ihres 399-Euro-PCs in die Läden, auf dem SuSE Linux 8.1 anstelle eines Microsoft-Betriebssystems vorinstalliert ist. Wir hatten die Gelegenheit, im Testlabor einen kurzen Blick auf das System zu werfen.

Die Hardware des Angebots-PC besteht aus einem VIA KM266-basierten Motherboard mit Duron 1,3 GHz, 256 MByte DDR-SDRAM, einer ATI Radeon 7000, einem DVD-ROM-Laufwerk von Matsushita und einer 40 GByte großen Fireball-Festplatte von Maxtor.

Ungewöhnlich für diese Geräteklasse ist die aktuelle Southbridge 8235 von VIA auf dem Mainboard, die neben Ultra-ATA-133 einen Netzwerk-Controller und drei USB-2.0-Kanäle bietet. Tastatur und Zwei-Tasten-Maus liegen bei. Das ist erwähnenswert, da X-Windows eigentlich drei Tasten voraussetzt und so die mittlere Taste per gleichzeitigem Druck auf beide Tasten emulieren muss.

Installation mit Updates - und USB-2.0-Fehlern
Das nicht mehr ganz taufrische SuSE 8.1 unterstützt die Hardware nicht vollständig, weshalb die Vobis-Konfiguration bereits einige Updates enthält. Unser Funktionstest ergab ein überwiegend positives Bild: Die Festplatte war auf den schnellst möglichen Ultra-DMA-Modus konfiguriert, die 3D-Beschleunigung der Grafikkarte war aktiviert.

Lediglich das DVD-Laufwerk wurde im Auslieferungs-Zustand mit dem langsamen PIO-4-Modus betrieben, was sich aber leicht beheben lässt.

Probleme bereitet allerdings der USB-Controller: USB-2.0-Geräte laufen zwar mit voller Geschwindigkeit, es hapert aber mit der Zuverlässigkeit. Mitunter werden angesteckte Geräte nicht ins System eingebunden, weil die Verbindung schon während der Initialisierung unterbrochen wird. Offensichtlich fehlt hier der passende Patch von der VIA-Supportseite.

Das Neukompilieren des USB-Treibermoduls stellt für alte Linux-Hasen kein großes Problem dar, Linux-Einsteiger hingegen dürften an dieser Aufgabe scheitern. Das liegt allerdings auch daran, dass Vobis bei seiner Vorinstallation den Compiler und die Kernel-Sourcen weggelassen hat.

Dauerhaft leises Linux-Arbeitstier
Die Leistung des Systems kann sicher nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen, für Standard-Anwendungen ist sie aber mehr als ausreichend. Bemerkenswert ist, dass der Rechner auch unter Stress angenehm leise bleibt: Zwischen 1,8 und 2,4 sone registrierte das Messgerät abhängig von Rechenlast und Temperatur.

Fazit: Vobis war noch nie Bill Gates' bester Freund - so erscheint der Linux-PC als logischer Schritt. Schade nur, dass der Versuch am billigsten Ende des Produkt-Portfolios ansetzt, und mit den Patzern in Sachen Maus und USB-Unterstützung nervt. Dennoch könnte Vobis mit solchen Angeboten einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung von Linux leisten.

(Quelle: http://www.chip.de/news/c_news_10516153.html)

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2.3 Neue und alte Sicherheitslücken beunruhigen Windows-Nutzer

Der Internet Explorer 6.0 unter Windows 2000 erlaubt einmal mehr das Einschleusen und Ausführen von beliebigem Code. Eine präparierte HTML-Seite öffnet Frames mit Aufrufen, um lokale Dateien zu öffnen oder zu starten. So weit kein Problem, da zu jedem Aufruf explizit die Bestätigung des Benutzers erforderlich ist. Problematisch wird es, wenn mehr als 200 Frames mit solchen Aufrufen geöffnet werden. Dies flutet die Tabelle, in der die Sicherheitszonen verwaltet werden. Der Internet Explorer unterscheidet dann nicht mehr zwischen "Internet" und "lokalem Intranet", sondern führt weitere Aufrufe ohne Bestätigung des Benutzers aus. Ein Angreifer könnte in den Aufrufen nun Download und Installation eines Trojaners verstecken. Erste Demo-Exploits hierzu kursieren schon im Internet. Ein Patch ist noch nicht verfügbar.
Die Kaspersky-Labs warnen vor dem neuen Trojaner StartPage, der sich als Mass-Mailer bemerkbar macht. Nach Angaben der Virenforscher wurde in Russland Anfang der Woche eine Spam-Flut durch den Schädling verursacht. StartPage macht sich eine alte Schwachstelle im Internet Explorer 5.0 zunutze. Durch die falsche Behandlung von IFRAMES können beliebige Programme ausgeführt werden. Benutzer des IE 5.0, die aufgrund der eingangs beschriebenen Schwachstelle nun nicht mehr auf IE 6.0 upgraden wollen, können Version 5.5 mit allen erforderlichen Patches einsetzen.
Totgesagte leben länger. Auch Outlook Express 6.0 bleibt nicht verschont, auf Securityfocus wurde ein Bug in der Behandlung von HTML-Mails veröffentlicht.Offenbar handelt es sich um eine alte Schwachstelle im WebBrowser Control und dem Media Player 7.01/8.0, die nie korrigiert wurde. In HTML-Mails eingebettete Aufrufe zu anderen Media-Dateien vom Typ Audio/ASF können verwendet werden, um unbemerkt Dateien auf dem System zu installieren und auszuführen. Ein Patch existiert nicht, eine Schutzmöglichkeit besteht aber darin, sich E-Mails als "Nur Text" anzeigen zu lassen. Unter Extras/Optionen/Lesen muss dazu im Feld "Nachricht lesen" die Option "Alle Nachrichten als Nur-Text lesen" aktiviert sein.

(Quelle: http://www.heise-online.de/newsticker/data/dab-22.05.03-000/)

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3 Branchen-News

3.1 25 Milliarden Euro Zuwachs bis 2006 durch moderate Senkung der Piraterierate möglich

IDC-Studie belegt rasantes Wachstum der deutschen Wirtschaft durch verbesserten Urheberrechtsschutz

München, 02. April 2003 -- Zu einem aussichtsreichen Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut IDC in der weltweit ersten Studie über die gesamtwirtschaftlichen Folgen der Softwarepiraterie. Durch eine zehnprozentige Senkung der Piraterierate von derzeit 34 Prozent auf 24 Prozent bis zum Jahr 2006 könnten demnach allein in Deutschland 40.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der IT-Branche geschaffen werden. Insgesamt könnten in der deutschen IT-Industrie bis 2006 rund 730.000 Menschen arbeiten. Steuermehreinnahmen von 4,1 Milliarden Euro und eine Steigerung des Bruttoinlandprodukts um 18,9 Milliarden Euro* wären weitere Auswirkungen einer Eindämmung von Softwarepiraterie. Ohne diese Entwicklung würde die IT-Branche in Deutschland bis 2006 immerhin von 60,7 Milliarden (Stand 2002) auf 80,4 Milliarden Euro anwachsen. Während bei gleichbleibender Raubkopierate der IT-Markt bis 2006 sich um 32 Prozent auf 94.000 Unternehmen mit 690.000 Mitarbeitern steigern könnte, würde ein Senken des Volumens an illegaler Software ein Wachstum von 41 Prozent bedeuten. Einheimische Unternehmen profitieren von der zehnprozentigen Reduzierung der Piraterierate durch ein Umsatzplus von fast 15 Milliarden Euro.

In der von BSA in Auftrag gegebenen Studie untersuchte IDC den wirtschaftlichen Einfluss der Informationstechnologiebranche in 57 Ländern, die weltweit 98 Prozent des globalen IT-Marktes ausmachen. Alleine für Westeuropa entstünden durch die Reduzierung der Piraterierate um 10 Prozent in den nächsten 4 Jahren 200.000 zusätzliche High-Tech Jobs. Insgesamt würde dieser Sektor so um eine Millionen neuer Arbeitsplätze wachsen, wodurch eine Stärkung der IT-Industrie erreicht würde. Die Steuereinnahmen stiegen um 20 Milliarden Euro.

"Erst wenn lokale Unternehmer eine sichere Chance haben, ihre Produkte wirklich zu verkaufen und vor dem Diebstahl ihres geistigen Eigentums geschützt werden, können sie damit auch Profit erzielen. Nur so können Unternehmen wachsen und mehr Mitarbeiter einstellen. In Folge erhält die einheimische Wirtschaft einen zusätzlichen Impuls durch größere Ausgaben und gleichzeitig steigende Steuereinnahmen. Der Schutz von geistigem Eigentum öffnet damit Möglichkeiten für Arbeitnehmer, Firmen und Staat gleichermaßen", erklärt Georg Herrnleben, Regional Manager für Zentraleuropa der BSA.

Der Nutzen durch die Reduzierung der Piraterierate variiert von Region zu Region: So wurde in Ländern mit einer relativ niedrigen Raubkopierate deutlich, wie sehr der verstärkte Schutz des geistigen Eigentums zur wirtschaftlichen Prosperität beiträgt. So konnte der IT Markt in Großbritannien - mit 25 Prozent der niedrigste Anteil raubkopierter Software in Westeuropa - die stärksten Zuwachsraten verbuchen: zwischen 1995 und 2001 legte der Softwaresektor um 55 Prozent an Volumen zu. Durch ihre großen IT-Sektoren können Länder mit niedrigen Piraterieraten deshalb - absolut gerechnet - den größten Nutzen erzielen.

Ein rasantes relatives Wachstum ihrer IT-Branchen können dagegen Länder erwarten, die ihre vergleichsweise hohen Piraterieraten erst kürzlich stark gesenkt haben. Für Spanien, wo die Raubkopierate seit 1996 um 16 Prozentpunkte fiel, prognostiziert IDC für die nächsten vier Jahre ein dreimal schnelleres Wachstum des Softwaresektors als im Zeitraum von 1995 bis 2001. In Irland, das mit 28 Prozent den stärksten Abfall der Piraterierate verbuchen kann, lag das Wachstum des IT-Sektors im westeuropäischen Vergleich auf Rang drei.

(Quelle: http://www.bsa.de/presse/aktuell/020403.php)

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3.2 Experte: Umstellung auf E-Government spart Kosten

Dortmund (ddp) – Die Umstellung der öffentlichen Verwaltung auf das Internet kann nach Ansicht von Experten zu deutlichen Einsparungen in den Kommunen führen. "Gerade angesichts der knappen Kassen können Städte und Gemeinden durch ihre Zusammenarbeit beim E-Government viele Kosten sparen", sagte Jan Neuhaus vom Fraunhofer E-Government-Zentrum.

Nach den Worten Neuhaus' wird es noch zwei bis drei Jahre dauern, ehe die nötige technische Infrastruktur für E-Government weitgehend umgesetzt ist. "Hier brauchen wir vor allem eine Standardisierung der Technik", erklärte der Informatiker.

Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie Daten auf einem sicheren Niveau ausgetauscht werden können. Zudem müsse ein einheitliches Verfahren für die digitale Signatur gefunden werden. Wie am Geldautomaten sollen sich Nutzer von E-Government-Angeboten damit über eine Chipkarte und ein Lesegerät an ihrem PC identifizieren.

Den größten monetären Nutzen von E-Government sieht der Experte dabei weniger für den Privatmann als für Firmeninhaber. So könnte etwa ein Autohaus die Anmeldung von mehreren Wagen elektronisch abwickeln - das spart der Firma Arbeitszeit sowie dem Kunden Zeit und Kosten.

(Quelle: http://www.chip.de/news/c_news_10521478.html?tid1=9226&tid2=0)

 

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4 Sonstiges

4.1 PC-Überwachung am Arbeitsplatz wird akzeptiert

München (smk) – Nahezu jeder zehnte Chef kontrolliert den E-Mail-Verkehr seiner Angestellten am PC-Arbeitsplatz. Nach einer Umfrage des Magazins "Capital" unter den IT-Verantwortlichen der 250 größten Unternehmen in Deutschland sind die Befragten der Meinung, dass die Mitarbeiter noch nicht genug überwacht werden.

Dem Bericht des Magazins zufolge gibt es in mehr als der Hälfte der deutschen Großkonzerne zudem ein Verbot, den Büro-Rechner für private Ausflüge ins Internet oder für persönliche E-Mails zu nutzen. Bei Missachtung dieser Regelungen droht laut "Capital" die Versetzung an einen Arbeitsplatz ohne Computer und schlimmstenfalls die Kündigung.

Mehrheit akzeptiert Kontrolle am Arbeitsplatz
Mehr als die Hälfte der Deutschen hat für die Kontrolle von Mitarbeitern an PC-Arbeitsplätzen Verständnis. Wie die Marktforscher von Emnid in einer Umfrage für die Zeitschrift "auf einen Blick" ermittelten, werden entsprechende Überwachungsmaßnahmen von nur 30 Prozent abgelehnt.

Die Akzeptanz von Überwachungs-Software ist der Studie zufolge bei jungen Menschen höher als bei älteren. Während nur ein Viertel der 14- bis 29-Jährigen Kontroll-Maßnahmen ablehnt, sind von den über 60-Jährigen 39 Prozent dagegen.

(Quelle: http://www.chip.de/news/c_news_10518197.html?tid1=9238&tid2=0)

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4.2 Bundeskanzler Schröder: I+K-Technologien als Reformmotor

Informations- und Kommunikationstechnologien sind ein Motor der zur Modernisierung Deutschlands notwendigen Reformen und sollen neue Impulse für Wachstum und Beschäftigung auslösen. Dies erklärten Bundeskanzler Gerhard Schröder und Erwin Staudt, Vorstandsvorsitzender der Initiative D 21, anlässlich einer Beiratssitzung der Initiative D21 gestern in Berlin. Schröder und Staudt bezeichneten die Informations- und Kommunikationstechnologien als maßgebliche Instrumente für mehr Effizienz und Fortschritt in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit und Bildung. Der derzeitige Wachstumsrückgang der I+K-Branche entspreche nicht der Entwicklung der Informationsgesellschaft. "Die neuen Medien bleiben der Motor für Wachstum und Innovation. Das Internet ist das Werkzeug der Reformen", so Staudt. Auch der für die Informationsgesellschaft zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen, der als Gast an der Sitzung teilnahm, betonte, dass die I+K-Branche trotz momentaner finanzieller Schwierigkeiten in außerordentlicher Weise zur Erhöhung der wirtschaftlichen Effizienz beitragen könne. Eine Einschätzung, die von Experten bestätigt wurde: Die Einbindung der Informations- und Kommunikationstechnologien in die Geschäftsprozesse der Unternehmen führe insgesamt zu einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

(Quelle: http://www.ihk-newsletter.de/aktuell/200305/09_001.htm)

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